2. Veranstaltung der Reihe
Veranstaltung: D 30/11
Mit dem Jahr 2011 beginnt die UN-Dekade der Biologischen Vielfalt. Die Weltgemeinschaft ist aufgefordert, verstärkte Anstrengungen gegen den Artenschwund zu unternehmen.
Dabei reicht es nicht, die Restvorkommen der Arten unter Schutz zu stellen. Nachhaltiger Naturschutz muss sich auch der Tatsache stellen, dass die bestehenden Populationen zur Bestandssicherung ein Mindestmaß an genetischem Austausch benötigen, artspezifische Wanderungen unternehmen und in Ersatzlebensräume ausweichen können müssen. Dieser Umstand wird unter den Bedingungen des globalen Klimawandels umso wichtiger.
Für viele Arten stellen Straßen und Schienenwege Barrieren dar. Deutschland gehört zu den am dichtesten mit Verkehrsinfrastruktur erschlossenen Räumen der Welt. Entsprechend hoch sind die Herausforderungen, die Mobilität der Menschen und die biologische Vielfalt in Einklang zu bringen. Im Maßnahmenplan des SMUL zur Biologischen Vielfalt von 2010 sind konkrete Schritte benannt, um Kern- und Verbindungsflächen von überregionaler und landesweiter Bedeutung zu vernetzen. Moderner Straßenbau trägt mit baulichen Maßnahmen dazu bei, die Barrierewirkungen von Straßen zu vermindern.
Eingeladen sind Fachleute insbesondere aus den Bereichen Naturschutz und Verkehrswegebau sowie die interessierte Öffentlichkeit.
Veranstaltungsort:
Blockhaus Dresden - Festsaal
Neustädter Markt 19
01097 Dresden
Anfahrt: mit öffentlichen Verkehrsmitteln: von Dresden Hauptbahnhof Straßenbahn Linie 8 und Linie 9 bis Haltestelle Neustädter Markt.
Parkmöglichkeit (kostenpflichtig) am Blockhaus.
Wie schon in der ersten Veranstaltung der Reihe „Biologische Vielfalt als gesamtgesellschaftliche Aufgabe“ soll ein fachübergreifender Dialog über die originär mit Naturschutz Befassten hinaus geführt werden. Zunächst werden Übersichtsvorträge zu aktuellen Forschungserkenntnissen, Konzepten und Projekten auf Bundes- und Landesebene zum Thema Zerschneidung und Vernetzung gehalten. In der zweiten Veranstaltungshälfte werden konkrete Umsetzungsbeispiele im Rahmen von Busexkursionen vorgestellt.
Behörden und Institutionen
Ehrenamtliche Naturschützer
Forschungseinrichtungen
Kommunen
Multiplikatoren
Naturschutzeinrichtungen
öff. Verwaltungen
Unternehmen
Verbände/Vereine
Lehrwanderung/Naturlehrpfad/Führung/Exkursion, Tagung/Konferenz/Kolloquium
Moderation:
Prof. Dr. Dr. h.c. Bernhard Müller
Leibniz Institut für ökologische Raumentwicklung
09:00 Begrüßung
Dr. Hans-Joachim Gericke
Leiter der Akademie der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt
09:15 Einleitung
09:20 Programm und Maßnahmenplan zur Biologischen Vielfalt in Sachsen
Dr. Hartmut Schwarze
Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft
09:30 Wissenschaftliche Erkenntnisse und Konzepte zum Biotopverbund
Dr. Heinrich Reck
Universität Kiel
10:00 Wiedervernetzungsprojekt des Bundes
Marita Böttcher
Bundesamt für Naturschutz
10:30 Kaffeepause
11:00 Zielarten und Bereiche mit landesweiter Bedeutung für den Biotopverbund
Dr. Susanne Uhlemann
Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie
11:20 Wildkorridore in Sachsen
Katrin Müller
Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft
11:50 Kompensationsmaßnahmen an der A 17
Gabriele Hintemann
Planungsgruppe Landschaft und Umwelt
Plan T
12:00 Diskussion
12:15 Vorstellung der Exkursionsziele durch die Exkursionsleiter
Thomas Koch
Autobahnamt Sachsen
Olaf Zinke
Museum der Westlausitz
12:30 Mittagspause
13:30 Abfahrt zu den Exkursionszielen:
Exkursionsziel 1:
Grünbrücke Burkau und Monitoring
Thomas Koch
Autobahnamt Sachsen
Exkursionsziel 2:
Amphibien- und Fischotterschutz in Groß Särchen
Olaf Zinke
Museum der Westlausitz
Ende der Veranstaltung: gegen 17.00 Uhr
Diese Veranstaltung kann nicht online gebucht werden.