Veranstaltung: D 13/12
Natur- und Denkmalschutz haben gemeinsame Traditionen: Sie wurzeln im Heimatschutzgedanken des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Dieser kulturellen Dimension tragen bis heute das Bundesnaturschutzgesetz und die Naturschutzgesetze der Länder Rechnung.
Allein die gemeinsamen Schutzinteressen begründen in historischen Kulturlandschaften eine natürliche Partnerschaft von Naturschutz und archäologischer Denkmalpflege. So sind im Freistaat Sachsen 212 Naturschutzgebiete mit einer Fläche von 51.861 ha ausgewiesen. Von etwa 13.000 archäologischen Denkmälern im Freistaat Sachsen liegen etwa 124 vollständig in einem Naturschutzgebiet; allein das Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft schließt auch 150 archäologische Denkmäler ein. Es handelt sich, häufig unter Waldbedeckung, vor allem um vorgeschichtliche oder mittelalterliche Befestigungen, Grabhügelfelder, Altwege oder Bergbauspuren, die auf Ackerflächen längst verschwunden, d. h. eingeebnet worden wären.
Wie das Zusammenwirken von Naturschutz und archäologischer Denkmalpflege in Zukunft weiter verbessert, und wie potenzielle Konfliktfelder (z. B. Bodeneingriffe für Ausgleichsmaßnahmen) identifiziert bzw. minimiert werden können, ist Gegenstand der Tagung. Beispiele aus anderen Bundesländern zeigen, dass eine fruchtbare Zusammenarbeit entstehen kann. Vorträge zur Kulturlandschaftsentwicklung seit vorgeschichtlicher Zeit sollen Anregungen geben, wie Erkenntnisse aus der Vergangenheit zu einer konzeptionellen Fortentwicklung von Landschaftspflege und Naturschutz beitragen können.
Die Veranstaltung wird in enger Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, dem Landesamt für Archäologie und dem Landesverein Sächsischer Heimatschutz e.V.durchgeführt.
Diese Veranstaltung kann nicht online gebucht werden.