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Meißen / Burgberg

Meißen / Burgberg

Projektgebiet
Landkreis Meißen
Erwerb
Januar 2007
Größe
0,19 ha
Betreuung

Sächsisches Landesgymnasium St. Afra zu Meißen

Stiftung und Weingut Hoflößnitz (Radebeul)

Naturschutzfachliche Bedeutung:

Die Teilfläche an der Südseite des Meißner Burgbergs gehört zur Einzellage „Ratsweinberg“ und wurde für das Projekt „Schülerweinberg“ erworben.

 

Mit der Rekonstruktion eines Terrassenweinbergs und der Aufrebung am Burgberg durch den Naturschutzfonds der LaNU konnte nach einer langen Zeit des Verfalls in einem sensiblen Bereich der inneren Altstadt das charakteristische Landschaftsbild mit der historischen Stadtansicht wiederhergestellt und durch eine weinbauliche Komponente bereichert werden.

Durch den umfangreichen Bau der Terrassen mit Trockenmauern, unterstützt mit Fördermitteln des Freistaates Sachsen, wurden Biotope für wärmeliebende Arten, wie Zauneidechse, Rote Mauerbiene und zahlreiche Kleinlebewesen geschaffen. Weinberg-Tulpe, Weinberg-Lauch und Aufrechtes Glaskraut haben hier ebenso ihr zuhause, wie zahlreiche Vogelarten. Somit ist das Projekt ein Beispiel für das positive Zusammenwirken von Landnutzung und Naturschutz. Bereits vorhandene Biotopflächen werden gepflegt und weiter erhalten.

 

Die Aufrebung ab April 2012 erfolgte mit biozertifiziertem Pflanzgut der Sorten Johanniter und Regent zur Einrichtung als ökologischer Weinberg.

 

Die südhangexponierte Lage und eine Steigung von sechzig Prozent, thermische Aufwinde und eine lange frostfreie Periode zeichnen die Projektfläche aus.

 

Mit dem Erwerb sicherte der Naturschutzfonds der LaNU die langfristige Erhaltung und Entwicklung der Fläche für Naturschutz und Umweltbildung.

 

Erhaltung und Entwicklung:

Der Schülerweinberg am Burgberg Meißen wird als Eigenprojekt des Naturschutzfonds weiter betrieben, unterstützt durch die Kooperationen mit dem Landesgymnasium St. Afra und die Stiftung/Weingut Hoflößnitz, Radebeul.

 

Neben der Winzerei lernen die Schüler die naturschutzfachliche Seite des Lebensraumes „Weinberg“ näher kennen, beteiligen sich an biotopverbessernden Maßnahmen und lernen die Besonderheiten des ökologischen Anbaus.

 

Somit ist der Weinberg sowohl naturschutzfachlich als auch umweltpädagogisch eine große Bereicherung.

 

Sophie Löbel

Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt
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