
Zahlreiche Aktivitäten begleiten die Aktion zum Schutz der Fledermäuse in Sachsen. Der Bevölkerung sollen Informationen darüber vermittelt werden, wie jeder Einzelne am Erhalt und Ausbau von Fledermausquartieren mitwirken kann.
2001, im Internationalen Jahr der Fledermaus, startete der Naturschutzfonds nach dem Vorbild Thüringens die Aktion „Fledermaus komm ins Haus", um damit einen Beitrag zum Schutz dieser gebäudebewohnenden Tiere zu leisten.
Fledermäuse sind vom Aussterben bedroht. Alle in Deutschland lebenden Arten sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt. Deutschland unterzeichnete bereits 1991 das Abkommen zur Erhaltung der Fledermäuse in Europa. Damit wurde eine Verpflichtung zur Einleitung entsprechender Maßnahmen begründet.
Der notwendigen Sanierung von Gebäuden unter Verwendung moderner Bautechnologien fielen besonders in jüngster Vergangenheit viele Fledermausquartiere zum Opfer. Dabei besteht fast immer die Möglichkeit einer fledermausfreundlichen Gestaltung des jeweiligen Bauwerks, die leider oft aus Unwissenheit oder Gleichgültigkeit außer Acht gelassen wird.
Die Aktion soll möglichst breite Bevölkerungsschichten für das Thema Fledermaus- und Quartierschutz sensibilisieren. Die Vermittlung von Fachwissen soll den Bürgern Anregungen geben, wie sie selbst in ihrem Wohnumfeld oder im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit an der Erhaltung oder Neuschaffung von Quartieren mitwirken können. Langfristig soll eine Grundlage für einen anhaltenden Schutz von Fledermausquartieren in und an Gebäuden im Konsens mit den Bewohnern und Eigentümern geschaffen werden.
Im Mittelpunkt der Aktion steht die öffentliche Anerkennung von Bürgern, die:
durchgeführt haben oder neue Quartiere in ihrem Wohnhaus gestalten. Ihnen werden vor Ort eine spezifische Metallplakette mit der Aufschrift „Fledermaus komm ins Haus" zur Anbringung am Haus sowie eine Urkunde verliehen. Die Verleihung kann auch an Firmen erfolgen, die sich um den Fledermausschutz verdient gemacht haben, sowie an Schülergruppen, die sich im Rahmen von Projekten mit dem Thema auseinander setzen.
Um die Auszeichnung können sich die Quartiereigentümer selbst bewerben. Nachdem der örtliche Fledermausschützer das Quartier besichtigt hat, erfolgt der Vorschlag zur Plakettenvergabe an den Naturschutzfonds der Stiftung, die die Verleihung vornimmt.
Die Resonanz auf die Aktion war bisher unerwartet groß. Es wurden bereits über 637 Plaketten in ganz Sachsen vergeben, vorwiegend an private Hausbesitzer, aber auch an öffentliche Einrichtungen.
Um anschaulich und umfassend über die Aktion zu informieren, wurde eine Wanderausstellung erarbeitet, die den bisherigen Verlauf der Aktion zeigt. Sie kann beim Naturschutzfonds bestellt werden.
Der Mal- und Geschichtenwettbewerb richtete sich 2003 an alle Schüler und Jugendlichen der 3.–8. Klassen. Die besten der über 1500 Einsendungen wurden bei einer großen Abschlußveranstaltung am 16. Mai 2004 im Nationalparkhaus prämiert und in einer Broschüre von Kindern für Kinder veröffentlicht.