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Verbreitung der Flussperlmuschel in Sachsen

Abb.: Historische und aktuelle Verbreitung der Flussperlmuschel (Margaritifera margaritifera) in Sachsen bis 2010, Quelle: Portal „Weichtiere Sachsen“ 

 

Im Jahr 1800 besiedelte die Flussperlmuschel im Vogtland ein Dutzend Fließgewässer mit einer Gesamtlänge von etwa 125 km. Heute findet man letzte Reliktpopulationen nur noch in den Oberläufen der Nebenbäche. Die dort lebenden Alttiere haben ihr natürliches Lebensende bald erreicht. Daher sind die Populationen unmittelbar vom Aussterben bedroht.

Historische Nutzung

Bis 1927 dauerte die traditionelle Perlfischerei im sächsischen Vogtland an. Durch Gewässerverschmutzung und den dadurch bedingten starken Rückgang der Art stand der hohe Aufwand der Perlfischerei mit den geringen Erträgen nicht mehr im Einklang.
Die Geschichte der Perlenfischerei und der Perlmutterverarbeitung ist im Perlmutter- und Heimatmuseum Adorf mit viel Liebe zum Detail aufbereitet.

 

Abb.: Perlenfischer, historische Darstellung aus Oelsnitz/V. von J.A. Richter (1726) nach Rudau (1961), Foto: Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V. – Digitales Bildarchiv

 

Abb.(li): Perlmuscheln und Muschelzange, Foto: Museum Adorf


Abb.(re): Eierkorb aus Perlmutt, Foto: Museum Adorf

 

 

Schutz der Flussperlmuschel

Schon früh im 20. Jahrhundert bemühte man sich um den Schutz der sensiblen Muschelart, daher sind auch zahlreiche Bestandsschätzungen vorhanden. Ausführliche Informationen über den Schutz der Flussperlmuschel im sächsischen Vogtland finden Sie in der Broschüre „Perle der Natur“ . 
Hoffnung, das Überleben der Flussperlmuschel in diesen Habitaten dennoch zu sichern, besteht dank mehrerer Tausend bereits ausgesetzter Jungmuscheln aus vergangenen Artenhilfsprojekten. Das Projekt ArKoNaVera knüpft an diese Bemühungen an.

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