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Qualitätsmanagement im Netzwerk Umweltbildung   

gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)   

Projektgebiet:  Sachsen in Zusammenarbeit mit Sachsen-Anhalt
                 und Thüringen

 

Zeitraum:       2005 bis 2007

 

Es ist das Gesamtziel des Projektes, die Qualität der Umwelt-bildungsangebote im Sinne einer Bildung für Nachhaltigkeit deutlich zu erhöhen und die Umweltbildungseinrichtungen auf die aktuellen Anforderungen der heutigen Gesellschaft vorzubereiten. Das Projekt wird damit zu einem wesentlichen Beitrag im Rahmen der UN-Dekade für nachhaltige Entwicklung und zu einer wichtigen Grundlage für die Entwicklung weiterer Aktivitäten im Rahmen der Dekade.

Das aufgebaute Netzwerk Umweltbildung Sachsen bietet eine optimale Grundlage, die Umweltbildungseinrichtungen auf ihrem Weg zu mehr Qualität und Professionalität zu unterstützen. Die Resonanz auf die Tagung im September 2004 in Leipzig zum gleichen Thema zeigt deutlich, dass es großes Interesse am Thema bei den Umweltbildnern gibt.

 

In Leipzig wurde aber auch deutlich, dass großes Interesse besteht, Qualitätskriterien und Qualitätsentwicklung parallel in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen einzuführen. Es bestehen über die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt mit der Service- und Koordinierungsstelle des Netzwerkes Umweltbildung Sachsen sehr gute Kontakte und Kooperationen zum Umweltbildungsnetzwerk in Thüringen, dem AkuTh e.V. und zum IWU Umweltinstitut in Magdeburg, welches die Umweltbildung in Sachsen-Anhalt koordiniert.

 

Da die Rahmenbedingungen für die Umweltbildung in allen drei Bundesländern sehr ähnlich sind, ist es unser Ziel, die Umweltbildungseinrichtungen beider Bundesländer direkt zu beteiligen. Dadurch ergeben sich zahlreiche Synergieeffekte und die Ressourcen werden optimiert.

 

Folgende Projektschwerpunkte bzw. Projektziele werden im Zeitraum 2005 bis 2007 für die Umsetzung gesehen:

 

1.Schaffung von einheitlichen und für alle Umwelt-bildungseinrichtungen umsetzbaren Qualitätskriterien für die außerschulische Umweltbildungsarbeit in Sachsen

2.Entwicklung eines Qualitätsentwicklungssystems für die Umweltbildung auf der Basis vorhandener geeigneter Verfahren

3.Beispielhafte Einführung von Qualitätskriterien und Qualitätsmanagement in ausgewählten Umweltbildungs-einrichtungen in Sachsen

4.Schaffung der notwendigen Grundlagen für eine Zerti-fizierung / Anerkennung der Umweltbildungseinrichtungen

5.Veröffentlichung der Projektergebnisse.

Umsetzung:

 

Im August 2005 wurde ein "Arbeitskreises Qualitäts-entwicklung", in welchem Umweltbildner aller Regionen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen vertreten sind, gegründet. Über die mitwirkenden Umweltbildungseinrichtungen sind alle Richtungen der Umweltbildung vertreten. Die Leitung hat die Service- und Koordinierungsstelle des Netzwerkes Umweltbildung Sachsen. Der Arbeitskreis wird das Projekt direkt fachlich begleiten. Er hat zuerst die Aufgabe, gemeinsame Qualitätskriterien zu entwickeln. Auf dieser Basis soll dann gemeinsam ein geeignetes Qualitätsmanagementsystem unter Nutzung der Erfahrungen und Ergebnisse ähnlicher Initiativen ausgewählt und weiterentwickelt werden, welches an die realen Bedingungen und Möglichkeiten der Umweltbildungs-einrichtungen angepasst ist. Ein entsprechendes Bildungsprogramm für Umweltbildungseinrichtungen mit 7 Bausteinen und Coaching für Modelleinrichtungen (auch frei berufliche Umweltpädagogen) und einem ergänzenden Baustein zur Vermittlung von Handlungskompetenzen (für alle interessierten Umweltbildner) wird entwickelt. Die Entwicklung und modellhafte Einführung von Qualitätsmanagement wird ebenfalls durch den Arbeitskreis begleitet, um Mängel und Schwächen zu beseitigen und jeweils nachfolgende Bausteine genau auf den Bedarf auszurichten. Die Erfahrungen bei der modellhaften Einführung werden helfen, ein optimales Bildungsprogramm zu entwickeln, welches nach Ablauf des Projektes in den drei Bundesländern, deutschlandweit und ggf. sogar grenzüberschreitend angeboten werden kann.

 

Die Ergebnisse des Projektes werden durch Veranstaltungen für alle Umweltbildungseinrichtungen zugänglich gemacht.

 

Zuletzt wird über die Möglichkeiten zur Zertifizierung und Schaffung von Transparenz für die Öffentlichkeit nachgedacht.

 

Natürlich werden die Umweltbildungseinrichtungen des Netzwerkes Umweltbildung Sachsen über den Fortschritt im Rahmen der Regionaltreffen informiert und haben dort auch die Möglichkeit, ihre Erfahrungen und ihre Meinung einzubringen. In Thüringen und Sachsen-Anhalt werden ähnliche Wege gefunden.

 

Um den Mehrwert für alle Umweltbildungseinrichtungen zu erhöhen, sollen entsprechende Arbeitshilfen für die Einführung von Qualitätsmanagement bzw. zur Unterstützung der Umweltbildungseinrichtungen in ihrer täglichen Arbeit entwickelt und im Rahmen der Internetpräsenz des Netzwerkes Umweltbildung Sachsen unter www.umweltbildung-sachsen.de zugänglich gemacht werden. Das können z.B. Vorlagen, Checklisten, Ablaufpläne und pädagogische Handreichungen sein. Damit wird der vorhandene Servicebereich der Präsenz ausgebaut.

Kontakt

Dr. Hans-Joachim Gericke

Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt, Akademie
Riesaer Straße 7
01129 Dresden

+49 (0)351 - 814 16 601
+49 (0)351 - 814 16 666
E-Mail-Kontakt

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