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Foto: Oberlausitz-Stiftung

Streuobstwiesen Ostritz-Leuba

Vier bereits vor Projektbeginn existierende Streuobstwiesen wurden im Rahmen des Interreg-Projekts ergänzt. Es handelt sich hierbei um 48 hochstämmige Obstbäume mit unterschiedlichen historischen Obstsorten. Zusammen mit den bereits vorhandenen mehr als 400 Obstbäumen ist ein POMARIUM SAXONICUM entstanden, eine fast vollständige Sammlung der historischen sächsischen Obstsorten. Aus diesem Grund standen die pomologische Verifizierung der angepflanzten Obstsorten sowie die Weitergabe der angepflanzten Obstsorten an diesem Streuobstwiesenstandort auch im Vordergrund. So wurden fast 200 Blattproben für die genetische Verifizierung von Kirsch- und Apfelsorten genommen.


Darüber hinaus wurden eine bereits in Teilen vorhandene Hecke auf einer der Streuobstwiesen mit 100 Heckenpflanzen ergänzt und ein bereits vorhandener Zaun ausgebessert. Es wurden verschiedene Geräte für die Pflege der Streuobstwiesen angeschafft (Motorsäge, Freischneider, Heckenschere, jeweils mit Zubehör) und vielfältig eingesetzt.


Auch andere Aktionen unterstützen die Arbeit der Oberlausitz-Stiftung, so z. B. der BUND e.V.. Gemeinsam mit Mitgliedern der Ortsgruppe Görlitz wurden fast 30 Vogelnistkästen im September 2020 gereinigt sowie Blühwiesen mit 2.000 Frühlingsblühern als Nahrung für Wildbienen und andere Insekten gepflanzt.


Im Rahmen des Projekts fanden auf den Streuobstwiesen verschiedene Veranstaltungen statt. Die Auftaktveranstaltung des Projektes im Januar 2020 fand in Ostritz im Internationalen Begegnungszentrum St. Marienthal (IBZ) statt.  Kurse zu den Themen „Sortenkunde und Verkostung“ wurden im Herbst 2020 (u. a. im Rahmen des Obst- und Winzerfestes) durchgeführt. Zudem wurde im Sommer 2021 während eines Workshops der sogenannte „Lebensturm – Arche Ostritz“, ein „Hotel“ für die verschiedensten Nützlinge, errichtet und eine weitere Verkostung früher Apfel- und Birnensorten bei einem Spaziergang über die Streuobstwiesen angeboten.


Langfristiges Ziel der Oberlausitz-Stiftung ist die stärkere Integration des Themas „Streuobst“ in Bildungsmaßnahmen – sei es als Unterrichtsbaustein an Schulen, als Wissens- oder Praxiseinheit bei den Ernährungszentren und Landwirtschaftsämtern oder als Wahlmodul in landwirtschaftlichen Fachschulen. Die Streuobstwiesen in Ostritz bieten erstklassige Voraussetzungen als Anschauungsobjekt für eine solche Integration in Bildungsmaßnahmen.


Dazu werden zweimal jährlich Führungen für Interessierte angeboten. Darüber hinaus führen das Internationale Begegnungszentrum St. Marienthal und seine Naturschutzstation Neißetal vielfältige Umweltbildungsmaßnahmen auf den Ostritzer Streuobstwiesen durch.


Kontakt:

Oberlausitz-Stiftung

St. Marienthal 2/Propstei, 02899 Ostritz

Tel.: 035823 77231

E-Mail: info@oberlausitz-stiftung.de

Website: www.oberlausitz-stiftung.de