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12.12.2019
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Die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU), das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Leipzig und das Helmholtz-Zentrum für Umwelt-forschung Leipzig haben gemeinsam ein Citizen Science-Programm zum ökologischen Monitoring von Fließgewässern ins Leben gerufen, das im April 2020 mit der ersten Messkampagne offiziell starten wird.


Am 05.11.2019 lud das Projektteam (Julia von Gönner - iDiv/UFZ, Anna-Katharina Klauer - LaNU, Susanne Brenner - LaNU und Aletta Bonn - iDiv/UFZ) Interessierte und potenzielle Projektteilnehmer ans iDiv Leipzig ein, um gemeinsam die Ziele und Methoden des Citizen-Science-Programms FLOW zu diskutieren.


Mit Impulsvorträgen von Prof. Aletta Bonn („Citizen Science und Biodiversitätsmonitoring in Deutschland“) und von Oliver Weisner aus dem UFZ-Department System-Ökotoxikologie („Das nationale Kleingewässermonitoring“) wurden die Motivation und der wissenschaftliche Hintergrund des Citizen Science-Programms erläutert. Julia von Gönner stellte anschließend Ziele, Aufbau, Methoden und Ablauf des Citizen Science-Programms vor.


Im zweiten Teil des Treffens diskutierten die etwa 20 Teilnehmer (Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen, Vertreter von Naturschutzvereinen sowie beteiligte UFZ-Wissenschaftler) in drei Gesprächsrunden die Untersuchungsmethoden am Fließgewässer, die Einbindung des Citizen Science-Projekts in Schule und Vereinsleben sowie das Potenzial des Projekts in der Nachhaltigkeitsbildung. 


Aus den Gesprächen ergaben sich  zahlreiche wichtige Hinweise zur Durchführung des Citizen Science-Projekts mit Schulen und Vereinsgruppen: Die nötigen ökologischen und taxono¬mischen Kenntnisse der „Citizen Scientists“ müssen durch zielgruppengerechte, vorbereitende Trainings im Vorfeld der Untersuchungen erworben werden. Durch individuelle Absprachen mit dem Organisationsteam oder z.B. durch den Aufbau von Fließgewässer-AGs kann das Projekt auch in den eng getakteten Schulalltag integriert werden. Die verschiedenen und komplexen Arbeitsschritte bei der Gewässeruntersuchung können durch die Bildung von Expertenteams innerhalb jeder Projektgruppe bearbeitet werden, die sich jeweils spezifischen Aufgaben widmen. Zwei der anwesenden Oberstufenschülerinnen (Gymnasium Sankt Afra, Meißen) hatten sich bereits in einer Facharbeit mit der Wasserqualität von Fließgewässern beschäftigt und wussten daher bereits sehr gut über die geplanten chemisch-physikalischen Messungen Bescheid.


Weitere Anmeldungen zum Projekt durch Engagierte und Schülergruppen (ab Klasse 9; Erwachsene) aus Sachsen sind willkommen!


Nähere Informationen zum Projekt und zur Anmeldung finden Sie unter www.idiv.de/flow

Kontakt: Julia v. Gönner (julia.vongoenner@idiv.de)


www.idiv.de/flow

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