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30.08.2017
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 Schmetterlinge sind seltener geworden!
Sie durchleben eine komplexe Entwicklung: im Verborgenen als Ei, Larve und Puppe. Erst am Ende ihres Lebens fliegen sie als Falter durch die Luft.
Die meisten Tagfalterarten leben in Lebensräumen wie Wiesen, Trockenrasen, Waldlichtungen oder Wegrändern, die gemäht werden müssen, da sie sonst mit Büschen und Bäumen zuwachsen. Oft werden dabei die Lebensräume der Schmetterlinge zerstört. 

Aber es geht auch anders.

2015 startete die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt, das Senckenberg Museum für Tierkunde Dresden, der Naturschutzbund Deutschland (NABU), Landesverband Sachsen e. V. sowie der Landschaftspflegeverband Torgau-Oschatz e.V. und der Deutsche Verband für Landschaftspflege(DVL)- Landesverband Sachsen e.V. das Projekt „Puppenstuben gesucht – Blühende Wiesen für Sachsens Schmetterlinge“ mit dem Ziel die Population der Schmetterlinge in Sachsen zu erhöhen. Unterstützt wird das Projekt durch den Naturschutzfonds der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt aus Zweckerträgen der Lotterie Glücksspirale.

Nun wird diese Aktion als Projekt der „UN- Dekade für biologische Vielfalt“ ausgezeichnet und darf also solches geführt werden. Diese Anerkennung bestätigt den Erfolg.

Seit Projektbeginn steigt die Anzahl der gemeldeten Wiesen von Städten und Gemeindeverwaltungen, Wohnungsgenossenschaften, regionalen Projektpartnern sowie privaten Akteuren ständig. Derzeit sind 130 Wiesen sachsenweit gemeldet. So werden bereits 180.000 qm Wiesenflächen artgerecht bewirtschaftet, in dem in erster Linie nur Teilabschnitte wechselseitig und viel seltener gemäht werden. Dies hilft den Tagfaltern. Denn an den Halmen und Blättern sitzen Eier, Raupen oder Puppen, denen durch eine Komplettmahd die Lebensgrundlage entzogen wird.

„Puppenstuben gesucht“  ist eine sachsenweite Mitmachaktion, die sich an alle richtet, die Interesse haben, etwas für Tagfalter zu tun.

Hintergrund:
Die Vereinten Nationen haben die Jahre 2011 bis 2020 zur UN-Dekade für die biologische Vielfalt erklärt. Die Staatengemeinschaft ruft damit die Weltöffentlichkeit auf, sich für die biologische Vielfalt einzusetzen. Hintergrund ist ein kontinuierlicher Rückgang an Biodiversität in fast allen Ländern der Erde. Die Dekade soll die Bedeutung der Biodiversität für unser Leben bewusst machen und Handeln anstoßen.

Die deutsche UN-Dekade Biologische Vielfalt startete am 8. November 2011. Sie wird im Auftrag von und in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesumweltministerium (BMUB) und dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) von der Geschäftsstelle der UN-Dekade umgesetzt. Zentrales Instrument der deutschen UN-Dekade-Aktivitäten ist der UN-Dekade Wettbewerb. Jede Woche wird ein Projekt ausgezeichnet, das sich in besonderer Weise für die Erhaltung, Nutzung oder Vermittlung der biologischen Vielfalt einsetzt.

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