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31.05.2018
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Am 17. Mai 2018 fing am Morgen unser sehr informatives Seminar über das Bienen- und Insektensterben in der idyllischen Naturschutzstation in Neschwitz an.

Der Tag begann mit einem interessanten Vortag der Naturschützerin und Imkerin Angelika Schröter. Sie verschaffte unserer Seminargruppe bei einer Tasse Tee, einen umfangreichen Einblick in das Verhalten, die biologischen Abläufe und die Konstellationen innerhalb eines Honigbienenvolkes. Zusätzlich erklärte sie uns die Gründe und die Folgen des aktuellen Insektensterbens, welches zunehmend fortschreitet.

Nach einer kleinen Diskussionsrunde und Lösungsvorschlägen, folgte der praktische Teil: das Imkern. Hierfür gingen wir zu den fünf Holzbeuten, welche für uns durch eine große Scheibe in einem sicheren Häuschen einsehbar gemacht wurden. Draußen hinter der Scheibe startete nun die spannende Vorführung des Imkerhandwerks an den fünf Bienenvölkern der Naturstation. 

Nach einer kleinen Mittagspause, in der wir uns unter anderem die kreativen und aufschlussreichen Plakate unserer Mit-BFDler durchgelesen haben, ging es weiter zu den vier angebotenen Workshops. 

Das Formen von Samenbomben mit einheimischen Pflanzensamen, um artenarme Standorte zu begrünen, hat sehr viel Spaß gemacht. 

Besonders das Bauen von Insektenhotels, welche wir einerseits aus Holzscheiten erstellt haben, indem wir unterschiedlich große Löcher hinein gebohrt haben, als auch andererseits das Verwenden von hohlen Stängeln von Schilf und Bambus, die wir zu faustdicken Stangen banden, hat uns eine Möglichkeit gezeigt, was wir persönlich gegen das Insektensterben unternehmen können. 

Ein anderer Workshop brachte uns die Technik des Verarbeitens von Honig nahe. Die zuvor geernteten Honigwaben wurden in einer großen Tonne geschleudert, sodass der Honig an die innen Wände flog und sich am Boden sammelte. Danach wurde er noch gefiltert und war bereit, von uns abgefüllt und mitgenommen zu werden. Während dem Prozess wurden uns die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten von Honig geschildert.

Der letzte Workshop befasste sich mit dem Einsatz von natürlichen Mitteln in der Gartenpflege, wie zum Beispiel Marienkäfer gegen Blattläuse und Spinnenmilben, oder Brennnesseljauche als natürlicher Dünger und alternative zur chemischen Keule im Einsatz gegen Pflanzenschädlinge.

Alles in Allem konnten wir sehr viel mitnehmen und hatten einen tollen Tag in der Naturschutzstation Neschwitz!


Eva Strathmann, Teilnehmerin Bundesfreiwilligendienst bei der LaNU

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