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29.09.2017
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Erich Schneider-Wessling war der 1. Preisträger des Gottfried Semper Architekturpreises im Jahr 2007.


Am 28. Januar 2008 wurde in Dresden die Ausstellung Schneider-Wesslings "Solare  Projekte  –  Urbanes  Wohnen"  in der Reihe "Baukunst und Umwelt eröffnet" Eine Zusammenfassung zum Preis und zur Ausstellung Erich Schneider-Wessling findet sich in dem von der Sächsischen Akademie der Künste herausgegebenen Band "Baukunst und Umwelt" Dresden 2008.

"Der Natur wieder zurückgeben, was man ihr an Ort und Qualität genommen hat, ist einer der Maximen, die Erich Schneider -Wessling seit nunmehr fast einem halben Jahrhundert verfolgt und verbreitet hat. Vion den einzelnen Bauwerken bis in den Maßstab der Stadtplanung sind seine Entwürf stets auf die Gestaltung von Landschaft hin angelegt. Schon in den ersten Wohn-Landschaften des Architekten war die Verschmelzung des Innen und Außen nach dem Konzept des "fließenden" Raums Programm. Mit Pflanzen aller Art bewachsene Terrassen, Balkone und Dachgärten bildeten ein dichtes Netzwerk vielfältig nutzbarer Freiräume, sorgsam mit der Umgebung verwoben. später wuchsen aus solchen Netzen ganze Städte mit ihren Parks und Promenaden, mit grünen Höfen und verglasten Hallen, fein gegliederte in Übergangszonen zwischen öffentlichen und privaten Bereichen, um den Menschen durch Architektur vielfältige Wahlmöglichkeiten zwischen Rückzug und Teilhabe an der Gemeinschaft einzuräumen. Grundlage solcher Transformation von Natur in Gebautes war für Erich Schneider-Wessling von Anbeginn ein emphatisches Verständnis auch von der Natur des Menschen, dem als schutzbedürftiges Mängelwesen zum Überleben zuallererst Obdach gegeben und Gemeinschaft ermöglicht werden muss, bevor Baukultur zur weiteren Entfaltung physischer, psychischer und sozialer Bedürfnisse wirksam werden kann. [...] Ihm ging es immer um Bildung in jenem existenziellen Sinne, der sich für uns mit dem Begriff der Aufklärung verbindet." Aus der Preisrede von Werner Durth auf Erich Schneider-Wessling.

Mit dem Gottfried Semper Architekturpreis wird eine in Deutschland ansässige Architekten-persönlichkeit bzw. Architektengemeinschaft gewürdigt. Hauptkriterien für die Vergabe sind Aspekte der Architekturqualität, der städtebaulichen Einbindung, des Landschaftsbezugs sowie des klima-, ressourcen- und flächenschonenden Bauens. Der Preis wird alle zwei Jahre von der Sächsischen Akademie der Künste mit der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU) und der LEAG (Stifter) vergeben und ist mit 25.000 Euro dotiert.

Wir trauern um einen bedeutenden Architekten

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