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11.10.2016
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 Die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU) erweitert den Naturlehrpfad um den Grabschützer See um eine weitere Infotafel. Diese wurde mit Unterstützung des Landesamtes für Archäologie Sachsen entwickelt.


Bereits 1986 wurden an diesem Ort 125.000 – 115.000 Jahre alte Funde aus der Eem-Warmzeit, entdeckt. Es handelt sich um Sedimente, also Ablagerungen, in denen Pflanzen und Tierreste, beispielsweise von Eichen, Insekten, Amphibien, Waldelefant, Pferd und Maus gemacht wurden.
Aus denselben Ablagerungen konnten auch 13 Feuersteinartefakte geborgen werden, die vom Neandertaler stammen. Offensichtlich hatte der Neandertaler hier gute Lebensbedingungen angetroffen.

Bei weiteren Eingriffen in den Boden durch den Braunkohletagebau gelang es Geologen und ehrenamtlichen Bodendenkmalpflegern in den 1990er Jahren noch weit ältere, von Menschenhand gemachte Funde aus der frühen Saale-Eiszeit zu bergen. Ihr Alter beträgt etwa 280.000 Jahre!
Diese Informationen ergänzen nun den bereits seit 2007 bestehenden Naturlehrpfad der Stiftung rund um das Erbe der Braunkohle.

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