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06.01.2020
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Seit Juli 2017 untersucht die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU) zusammen mit neun weiteren Projektpartnern aus fünf Ländern, den Bandstand, die Funktionen und die Vorteile grüner Infrastruktur und wie Strategien zu deren Erhalt und deren Ausbau entwickelt werden können. Die LaNU ist dabei für eine der neuen Pilotregionen, die Dübener Heide, zuständig und entwickelt zusammen mit der Naturparkverwaltung und weiteren Akteuren vor Ort geeignete Maßnahmen und Aktionspläne. Dieses lokale Wissen ist besonders wertvoll und wichtig bei der Planung und Strategieentwicklung. Ein Schwerpunkt wird dabei die Verbesserung der Wahrnehmung und der Identifikation mit den wertvollen Grünräumen sein, ebenso wie die Vernetzung von Grünelementen in den Städten und Dörfern und in der Agrarlandschaft. Im Folgenden wollen wir einen kurzen Überblick über die Aktivitäten im Naturpark Dübener Heide im Jahr 2019 geben:  


Regionale Workshops zur Vernetzung der Akteure vor Ort und zur Diskussion und Schwerpunktsetzung von Strategien und Maßnahmen fanden im Ende Mai in Eilenburg und Ende November in Bad Düben statt. Dabei wurden u.a. die Ergebnisse der Analysen des Vernetzungsgrades und der Funktionen grüner Infrastruktur im Bereich Dübener Heide vorgestellt. Außerdem wurde interaktiv, auf großformatigen Karten des Untersuchungsgebietes durch die Teilnehmer*innen mit Klebepunkten markierten wo sie aus ihrer Sicht Möglichkeiten und Bedürfnisse zur Aufwertung grüner Infrastruktur im Naturpark und seiner unmittelbaren Umgebung sehen. Dabei ging es nicht nur um die Schaffung neuer sondern auch um die Pflege und/oder Veränderung bestehender Grünelemente.    



Einige der Vorteile und den Mehrwert für die Menschen, die grüne Infrastruktur liefern kann, wurden während einer E-Bike Tour am Tag der Deutschen Einheit erlebbar und erfahrbar gemacht. Beispielsweise ging es im Bad Dübener Natursportbad um eine nachhaltige und ökologische Freizeitgestaltung und die Themen Tourismus und Erholung. Bei der Fahrt durch den Wald und über die anliegenden Felder, wurden die Themen Waldumbau, ökologische Forst- und Landwirtschaft und die damit verbundenen Vorteile grüner Infrastruktur diskutiert. Zum Abschluss ging es noch zum Gemeinschaftsgarten in Bad Düben, wo die Vorteile des Urban Gardenings erläutert wurden. So konnte ganz nebenbei CO2 arme Mobilität und das Radwegenetz der Dübener Heide getestet werden.      




Mitte Oktober trafen sich Bürger*innen und Behördenvertreter*innen im Gemeinschaftsgarten „Am Wasserturm“ in Bad Düben. Dort fand im Rahmen von MaGICLandscapes ein Infotag rund um das Thema Wasser statt. Die lokale Wasserversorgung und –speicherung ist ein Vorteil grüner Infrastruktur, welcher aufgrund der sich aktuell häufenden Klimaextreme zunehmende Aufmerksamkeit erfährt. Wie gehen wir in Zeiten zunehmender Klimaextreme wie Trockenheit mit dem vorhandenen Wasser um? Wo kommt das Wasser her? Wie lässt sich Wasser im Gartenbau und in der Landwirtschaft am besten speichern und wieder verfügbar machen? Das sind nur drei von vielen Fragen, welche die Teilnehmer*innen stellten und diskutierten. 


Im Jahr 2020 finden weitere Veranstaltungen in der Region Dübener Heide statt. Im nächsten Workshop im Frühjahr werden die erarbeiteten Strategie- und Aktionspläne vorgestellt und diskutiert sowie weitere Projektergebnisse und Dokumente vorgestellt. 

Außerdem finden Anwenderworkshops für die im Projekt entwickelten Tools und Methoden statt. 



Wir möchten auch auf die MaGICLandscapes Abschlusskonferenz und das internationale Symposium für grüne Infrastruktur am 27. und 28. Mai 2020 in Dresden hinweisen. Eine Anmeldung dafür ist bereits möglich. 


Weitere Informationen zu den Aktivitäten und zum Projekt allgemein finden sich hier: 


lanu.de/de/Bilden/Projekte-Aktionen/Magic-Landscapes


interreg-central.eu/MaGICLandscapes (Englisch)



Bildnachweise:

Bild 1: Workshop-Teilnehmer*innen bewerten und diskutieren die grüne Infrastruktur in der Dübener Heide, Copyright: Anke Hahn

Bild 2: MaGICLandscapes E-Bike Tour, Copyright: Sven Riedl 

Bild 3: Workshop-Teilnehmer*innen beim Infotag Wasser, Copyright: Sven Riedl


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