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16.12.2019
Pressemitteilungen

Die grüne Infrastruktur verbessern, Grünräume vernetzen und entwickeln: Das sind die Ziele des geplanten Aktionsplanes für die Modellregion Dübener Heide. Ein erster Entwurf des Strategie- und Aktionsplanes für grüne Infrastruktur im Naturpark Dübener Heide soll im Frühjahr 2020 den lokalen Akteuren vorgestellt und zur Diskussion gegeben werden.


Vorbereitend fanden hierzu 2019 verschiedene Aktionen in der Region statt:

Auf einer E-Biketour mit Akteuren der Region wurde beispielsweise das Bad Dübener Natursportbad vorgestellt sowie Themen wie Waldumbau, ökologische Forst- und Landwirtschaft und die damit verbundenen Vorteile grüner Infrastruktur für die Bewohnerinnen und Bewohner angesprochen. 

Mitte Oktober trafen sich Bürgerinnen und Bürger sowie  Behördenvertreterinnen und -vertreter im Gemeinschaftsgarten „Am Wasserturm“ in Bad Düben zu einem Infotag rund um das Thema Wasser. Die lokale Wasserversorgung und –speicherung ist ein Vorteil grüner Infrastruktur, welcher aufgrund der sich aktuell häufenden Klimaextreme zunehmende Aufmerksamkeit erfährt.


Zwei Workshops in der Region, zuletzt Ende November im „NaturparkHaus Bad Düben“ dienten schließlich der Konkretisierung möglicher Strategien zur Verbesserung der grünen Infrastruktur in der Region. 

Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten, wo Möglichkeiten und Bedürfnisse zur Aufwertung grüner Infrastruktur im Naturpark und seiner unmittelbaren Umgebung zu sehen sind. Dabei wurden u.a. auch Ergebnisse der Analysen zur Vernetzung und Funktion grüner Infrastruktur vorgestellt. 

Ein weiterer Schwerpunkt soll künftig auch die Kommunikation und Wahrnehmung der grünen Infrastruktur sein. Ein Konzept zur Verbesserung der Wahrnehmung und Identifikation der Dübener Heide soll hierfür eigens entwickelt werden.


Hintergrund:

Seit Juli 2017 untersucht die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU) im Rahmen des EU-Interreg Projektes MaGICLandscapes zusammen mit neun weiteren Projektpartnern aus fünf Ländern, die Bestandssituation, die Funktionen und die Vorteile grüner Infrastruktur und wie Strategien zu deren Erhalt und deren Ausbau entwickelt werden können. Dabei bildet die EU-Strategie Grüne Infrastruktur und das entsprechende Bundesprogramm den strategischen Rahmen. Die LaNU ist für eine der neun Pilotregionen, die Dübener Heide, zuständig und entwickelt zusammen mit der Naturparkverwaltung und weiteren Akteuren vor Ort geeignete Maßnahmen und Aktionspläne. 

Das Konzept der grünen Infrastruktur stellt ein strategisch geplantes Netzwerk natürlicher und naturnaher Flächen dar, bei dem es darum geht, Freiräume nicht als einzelne Elemente zu betrachten um Lücken zu schließen sondern die Elemente anhand ihrer Multifunktionalität und Konnektivität zu beurteilen und großräumiger zu planen. Dabei stehen die Menschen und der Nutzen, den die Bewohner der Region aus der grünen Umgebung ziehen können, im Vordergrund. Zu verbessern gibt es schließlich selbst in der Dübener Heide noch einiges, angefangen von grünen Verbindungsachsen, Rad- und Wanderwegen und der Verzahnung der Siedlungsbereiche in den Wald, gerade auch als Strategie gegen den Klimawandel.


www.interreg-central.eu/MaGICLandscapes (Englisch).


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