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13.12.2016
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Körbe können aus verschiedensten Materialien geflochten werden. Oft handelt es sich bei der Herstellung um körperlich schwere Arbeit. Dies konnte uns sehr anschaulich und lebhaft Frau Anja Müller beim Bildungstag in Ziegenhain bei Nossen erzählen. In ihrer Flechtwerkstatt „Verflochtenes“ erfuhren wir allerhand Wissenswertes zum Handwerk der Korbmacher und konnten anschließend selbst tätig werden.
Die Korbmacher blicken auf eine uralte menschliche Handwerkstradition zurück. Angesehen war ihr Berufsstand allerdings weniger. Als Nebenerwerb nahm er eine Sonderstellung ein und besonders die Ärmeren im Dorf gingen dieser Arbeit nach.
Umso reicher entwickelt sich noch heute die ökologische Vielfalt auf den alten Kopfweiden, die den Korbmachern ihr Material lieferten. Diese säumen vor allem Bachläufe und sind selten geworden. Im Inneren der Stämme und dem im Lebenszyklus entstandenen Mulm finden Vögel und Insekten einen wertvollen Lebensraum.
Dass sich aber auch Wasserhyazinthe und Binse als Flechtmaterial anbieten, erfuhren die 21 Teilnehmer des Bundesfreiwilligendienstes am 28.11.2016 im praktischen Teil des Seminares. Viel Fingerfertigkeit wurde jedem Einzelnen abverlangt und gegenseitige Hilfe war gefragt. Am Ende konnte jeder mit einer selbst hergestellten Nisthöhle den Vögeln im eigenen Garten einen Unterschlupf bieten.

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