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Feuersalamander - wo bist du?

Haben Sie zufällig einen Feuersalamander in der Sächsischen Schweiz gesehen? Bitte melden Sie ihn!

Fotokampagne zur Erfassung von Feuersalamandern in der Nationalparkregion Sächsische Schweiz 

Der Bestand des Feuersalamanders ist in Deutschland rückläufig. Um den Feuersalamander besser erforschen und somit schützen zu können, ist der Nationalpark auf die Mithilfe der Öffentlichkeit angewiesen. Für den gezielten Schutz ist es wichtig zu wissen, wo sich in der Sächsischen Schweiz derzeit noch Tiere befinden. Deshalb sind Meldungen aufmerksamer Naturbeobachter über zufällige Funde mit Fotonachweis ein wertvoller Beitrag.


Feuersalamander melden – so geht´s:

Leisten Sie einen wertvollen Beitrag für den Artenschutz und die Naturforschung. 

Melden Sie bitte alle zufälligen Funde – auch Totfunde – mit Foto und unter Angabe des 

Fundortes:


 1. Fotografieren (unbedingt Hinweise beachten!)

 2. Fundort notieren (GPS-Koordinaten oder genaue
    Beschreibung), damit der Nachweis eindeutig ist

 3. Foto mit Funddatum und Fundortangabe
    übermitteln



Auf folgenden Wegen können Sie uns Ihre Meldung übermitteln:

* E-Mail an nationalparkzentrum(at)lanu.de

* WhatsApp +49 (0)151 54842129





Mehr zum Feuersalamander


Eindeutig erkannt?

Gescheckt, gefleckt, gestreift – das Muster des Feuersalamanders (Salamandra salamandra) ist so individuell wie der menschliche Fingerabdruck. Einmal fotografisch erfasste Tiere können deshalb immer wieder erkannt werden. Allen gemeinsam sind jedoch die in der Regel leuchtgelb-schwarzen Farben. Trotz seiner auffälligen Färbung bekommt man den Lurch aber nur selten zu Gesicht. Der Feuersalamander ist vorwiegend nachtaktiv. Wenn es ordentlich geregnet hat, kriecht er zuweilen auch tagsüber aus seinen Verstecken. Deshalb ist er im Volksmund als „Regenmännchen“ bekannt. Ein ausgewachsenes Tier zeichnet sich aus durch einen breiten, flachen Kopf, kurze Gliedmaßen, eine feuchte Oberfläche sowie einen fast drehrunden Schwanz. Mit seinen 14 bis 20 cm und einem Gewicht von 40-50 g ist der Feuersalamander der größte heimische Schwanzlurch. 

Weil die Aktivität des Lurches stark wetterabhängig ist und so den Experten eine gezielte, langzeitliche Beobachtung erschwert, hofft der Nationalpark auf die Mithilfe der Öffentlichkeit.


Vom Wasser aufs Land 

Kühl-feuchte Laub- und Mischwälder, durchzogen von sauberen Quellbächen: hier fühlt sich der Feuersalamander wohl. Wenn ab Mitte Februar die Temperaturen steigen, verlassen sie ihre versteckten Winterquartiere. Das Weibchen sucht langsam fließende, kühle und fischfreie Quellbäche mit Stillwasserbuchten auf, um darin ihre durchschnittlich 30 Larven abzusetzen. Diese atmen wie Fische über Kiemen und entwickeln sich im Laufe des Sommers zu einem fertigen, am Land lebenden Salamander (Metamorphose). Regenwürmer und Schnecken stehen auf dem Speiseplan der erwachsenen Tiere. Nachdem ein Jungsalamander ab dem 2. bis 4. Lebensjahr geschlechtsreif ist, geht er ab Sommer auf Partnersuche. Sinken im Herbst die Temperaturen, kriecht der Salamander in sein Winterversteck. Die Lebenserwartung eines freilebenden Feuersalamanders liegt mit durchschnittlich 20 Jahren erstaunlich hoch.


Warum gefährdet? 

Der Feuersalamander ist vor allem durch den Verlust seines Lebensraumes – bspw. bei Ausbau und Begradigung von Bächen –gefährdet. Die Verschmutzung der Gewässer sowie der Straßenverkehr stellen ebenfalls eine erhebliche Bedrohung dar. Seit einigen Jahren wird auch zunehmend der eingeschleppte Salamanderpilz (BSal) eine große Gefahr für heimische Schwanzlurche.


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