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Letzter Tag der Sonderausstellung "Sachsens Geschichte unterm Acker - Landwirte schützen Denkmale"

Am:
Nationalparkzentrum Sächsische Schweiz

Das Archiv im Boden erlaubt uns spannende Einblicke in über 300.000 Jahre Menschheitsgeschichte in Sachsen. Bodenfunde dokumentieren einen langen Zeitraum aus dem uns schriftliche Aufzeichnungen fehlen. Obwohl unablässig durch intensive Beackerung bedroht, sind die Zeugnisse sächsischer Geschichte immer noch eindrucksvoll: Burgen, Dörfer, Friedhöfe überdauerten seit Generationen und erzählen eine wechselvolle jahrtausendealte Geschichte. Derzeit sind in Sachsen etwa 13.000 archäologische Denkmale bekannt. Dazu zählen z. B. Lagerplätze steinzeitlicher Jäger, wie sie u.a. aus der Sächsisch-Böhmischen Schweiz bekannt sind, Dörfer jungsteinzeitlicher Bauern oder bronzezeitliche Burgen. Gräber bieten Einblicke in Jenseitsvorstellungen, soziale Ver¬hältnisse und demografische Entwicklungen. In vorgeschicht¬lichen Hortfunden spiegeln sich weiträumige wirtschaftliche und soziale Beziehungen wider. Dank der Unterstützung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt weist die vom Landesamt für Archäologie Sachsen und dem Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie konzipierte Wanderausstellung Wege auf, die oftmals empfindlichen Zeugnisse der Vergangenheit auch für die Zukunft nachhaltig zu bewahren. Um 15 Uhr findet ein fachkundiger Rundgang durch die Ausstellung mit Dr. Michael Strobel vom Landesamt für Archäologie statt. Dieser ist kostenfrei.

 

Ort

Nationalparkzentrum Sächsische Schweiz Nationalparkzentrum Sächsische Schweiz, Dresdner Straße 2 B, 01814 Bad Schandau

April 2018

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