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Naturschutzgebiete in Sachsen - Tafelsilber der Natur: NSG Elstersteilhänge

Naturschutzgebiete in Sachsen - Tafelsilber der Natur: NSG Elstersteilhänge

Am:

Die Exkursionsreihe “Tafelsilber der Natur“ stellt in loser Folge sächsische Naturschutzgebiete vor.


Das NSG Elstersteilhänge wurde 2021 neu ausgewiesen und umfasst nun das gesamte Elstertal von Plauen bis Elsterberg sowie einige Nebentäler. Wir besuchen den südlichen Abschnitt des Elstertals zwischen Barthmühle und Lochbauer, das wildromantische Triebtal und den Eisenberg mit dem Julius-Mosen-Turm, dessen Ausblick uns den Blick von der aktuell wegen Bauarbeiten voraussichtlich gesperrten Elstertalbrücke ersetzt.


Sowohl die Weiße Elster als auch die Trieb haben Wildbachcharakter. Hier findet man die Wasseramsel, Eisvogel und die Groppe. An ihren Ufern siedeln Hochstaudenfluren, Erlen-Eschen- und Weichholzauenwälder. Die felsigen und steilen Talhänge, die dem NSG seinen Namen gaben, tragen je nach Exposition wärmeliebende Eichenmischwälder oder Ahorn-Sommerlinden-Hangschuttwälder mit Schwalbenwurz, Geißklee, Berg-Hartheu, Wald-Bingelkraut, Hasenlattich und Frühlings-Platterbse. Die meisten von ihnen entwickeln sich ohne jede Bewirtschaftung. Bemerkenswert sind Felsspaltengesellschaften mit seltenen Farnen. Brutvögel sind u. a. Schwarzspecht, Grauspecht und Uhu. Die ungiftige Glattnatter ernährt sich überwiegend von Eidechsen. Auch viele seltene Insektenarten wurden im NSG festgestellt.


Das Triebtal steht bereits seit 1935 unter Naturschutz. Damals gab es die Talsperre Pöhl noch nicht. Der Eisenberg war schon in der Bronzezeit vor 3000 Jahren besiedelt. Auf seinem Gipfel steht der Julius-Mosen-Turm. Hier und auf anderen Plateaus wachsen teilweise noch naturferne Forste, die nach und nach umgebaut werden. Viele Fichten sind bereits abgestorben. Das Gasthaus Lochbauer ist ein idyllisches Kulturdenkmal im Elstertal.


Zielstellung:

Nachdem das Steinicht im Nordteil des NSG bereits im Jahr 2009 Gegenstand einer Tafelsilber-Exkursion war, folgt nun der Südteil.


Die Exkursion soll zur Demonstration und Diskussion folgender Themen an Beispielen vor Ort beitragen:

·Pflanzen- und Tierwelt des Durchbruchstals der Weißen Elster

·Laubwälder im Frühjahrsaspekt

·Einfluss saurer und basischer Grundgesteine auf die Vegetation

·Bedeutung nutzungsfreier Laubwälder und Felsfluren für Tiere, Pilze und niedere Pflanzen.




Programmablauf (Änderungen vorbehalten):

10:05 Uhr Begrüßung am Parkplatz Barthmühle und kurze Einführung in das NSG Elstersteilhänge

10:15 Uhr Exkursion in das NSG Elstersteilhänge

13:00 Uhr Mittagspause am Lochbauer

13:30 Uhr Fortsetzung der Exkursion

15:00 Uhr Ende der Exkursion am Parkplatz Barthmühle




Die Exkursion im Rahmen der Reihe “Naturschutzgebiete in Sachsen –
Tafelsilber der Natur“ wird geleitet von

Thomas Findeis, Landratsamt Vogtlandkreis (Untere Naturschutzbehörde)

Nick Schubert, Revierförster Plauen im Staatsbetrieb Sachsenforst, und

Friedemann Klenke, Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie Freiberg.


Hinweise:


Treffpunkt:

Samstag 28. Mai 2022, 10.00 Uhr in Jocketa (Gemeinde Pöhl),
Parkplatz Barthmühle (kostenfrei, videoüberwacht);




Die Teilnahme an der Exkursion ist entgeltfrei.

Eine Online-Anmeldung ist erforderlich.

Bitte bringen Sie wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk mit.

Die Verpflegung erfolgt aus dem Rucksack.



Titelbild: Nick Schubert (SBS)


Anne-Katrin Lösche

Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt
Akademie

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