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Puppenstuben gesucht – Blühende Wiesen für Sachsens Schmetterlinge

Schmetterlinge sind seltener geworden! Ihre Entwicklung geschieht im Verborgenen. Nur wer ihren Lebenszyklus und ihre Bedürfnisse in allen Lebensphasen kennt, kann ihnen helfen. Wie das geht, wird am Beispiel von acht Tagfalterarten im Rahmen eines neuen Projektes
erklärt. Von 2015–2017 und darüber hinaus sollen in ganz Sachsen wieder Schmetterlinge fliegen.

Dafür starteten die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt, das Senckenberg Museum für Tierkunde
Dresden, der Naturschutzbund Deutschland (NABU), Landesverband Sachsen e. V. sowie der Landschaftspflegeverband Torgau-Oschatz e.V. und der Deutsche Verband für Landschaftspflege(DVL)- Landesverband Sachsen e.V. das Projekt „Puppenstuben gesucht – Blühende Wiesen für Sachsens Schmetterlinge“. Unterstützt wird das Projekt durch den Naturschutzfonds der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt aus Zweckerträgen der Lotterie Glücksspirale. In einer Broschüre sowie auf einer Homepage wird das Wissen bereitgestellt, das für die Pflege einer Schmetterlingswiese benötigt wird. Dazu gehört die Förderung von Nahrungspflanzen für Raupen und Falter genauso wie die
Reduzierung der Mahd und der Einsatz geeigneter Mahdtechnik. Eine Schmetterlingswiesenbörse
soll Wiesenbesitzer und -pfleger zusammenbringen und eine Sachsenkarte zeigt die Standorte
der Schmetterlingswiesen. Die Schmetterlingswiesenpfleger können einen Blog schreiben, so dass ihre Erfahrungen allen zur Verfügung stehen und alle Mitmachenden voneinander lernen können.
„Puppenstuben gesucht“ ist eine sachsenweite Mitmachaktion, die sich an alle richtet, die Interesse haben, etwas für Tagfalter zu tun.

Schwalbenschwanzzyklus

Vorderflügel bis zu 48 mm lang. Flügel hellgelb, Flügeladern schwarz beschuppt, an den Außenrändern eine Reihe hellgelber Halbmonde. Vorderflügel zudem basal schwarz, vor dem Vorderrand zwei schwarze Flecken und vor dem Außenrand eine schwarze Binde. Hinterflügel vor dem Außen- und Hinterrand jeweils mit einer Reihe dunkelblauer, schwarz eingefasster Flecken, die mit einem orangeroten Punkt enden. Hinterflügel am Ende jeweils mit einer deutlichen, schwanzartigen Verlängerung (daher der Name Schwalbenschwanz).

Innerhalb eines Jahres entwickeln sich zwei Generationen. Die Falter der ersten Generation fliegen von April bis Juni, die der zweiten im Juli und August. Wenn im Spätsommer die Tage kürzer werden, bilden die Raupen der zweiten Faltergeneration an tiefergelegenen Stellen in der Vegetation oder an Steinen grüne oder braune Puppen aus, die überwintern. Die Puppen sind aufrecht mit dem Hinterleibsende sowie mit einem Seidengürtel um die Brust an der Unterlage befestigt. Man nennt sie deshalb auch Gürtelpuppen.

 

Die Raupen sind anfangs schwarz mit kleinen orangen Flecken und einem größeren hellen Fleck auf der Mitte des Rückens. Die älteren Raupen sind hellgrün mit schwarzen Querbändern, in denen orange Punkte sitzen. Sie leben auf sonnigen, nährstoffarmen, lückig bewachsenen Standorten im Offenland mit Vorkommen von Doldenblütlern, an denen sie fressen.

Tatjana Röther

Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt
Riesaer Straße 7
01129 Dresden

+49 (0)351 - 81 41 67 61
+49 (0)351 - 81 41 67 75
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Publikationen

Blühende Wiesen für Sachsens Schmetterlinge

Diese Fachbroschüre richtet sich an Erwachsene und stellt am Beispiel der Tagfalter eine sachsenweite Mitmachaktion vor.

Blühende Wiesen für Sachsens Schmetterlinge

Aufbauend auf der Broschüre "Blühende Wiesen für Sachsens Schmetterlinge" stellt dieses Faltblatt die sachsenweite Mitmachaktion vor.

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