Diera-Zehren / Feuchtwiese

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Größe

3,24 ha

Ersterwerb

Februar 2006

Landkreis

Meißen

Gemeinde

Diera-Zehren

Naturschutzfachliche Bedeutung:

Die landesweite selektive Biotopschutzkartierung des Freistaates Sachsen weist auf der Fläche seggen- und binsenreiche Nasswiesen, Röhrichtbestände, Großseggenriede und Hochstaudenflure aus. In nassen Bereichen ist die Entwicklung eines Erlenbruchwaldes zu beobachten. Das Feuchtbiotop ist ein wichtiges Element im Biotopverbundsystem entlang des Baches „Wölkisches Wasser“.

Das Gebiet ist aus artenschutzfachlicher Sicht durch zahlreiche Vorkommen bestandsbedrohter Vogelarten, wie Zwergschnepfe, Bachstelze und Rohrammer, welche die Fläche als Rastplatz nutzen, von großer Bedeutung. Dieses verstärkte Vorkommen ist vor allem auf das individuenreichste Amphibienvorkommen (z.B. Kammmolch, Springfrosch und Wechselkröte) im Landkreis Meißen zurückzuführen.

Mit dem Erwerb sicherte der Naturschutzfonds der LaNU den langfristigen Erhalt der Fläche im Sinne des Naturschutzes.


Schutzstatus:

Biotop §21 SächsNatSchG


Erhaltung und Entwicklung:

Die Fläche befindet sich inmitten der Agrarlandschaft Lommatzscher Pflege und in unmittelbarer Nachbarschaft zur Ortschaft von Naundorf.

Für die Erhaltung und Entwicklung des Feuchtbiotopes wurden von der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Meißen Pflege- und Entwicklungsempfehlungen erstellt, die in den nächsten Jahren schrittweise realisiert werden sollen.

Im Rahmen einer Kompensationsmaßnahme für die OPAL-Erdgasleitung wurden im Frühjahr 2011 28 hochstämmige, alte und lokale Obstsorten im höher gelegenen Randbereich des Flurstückes gepflanzt.

Um die Fläche offen zu halten, wird die Wiese zweimal jährlich gemäht und anschließend mit Schafen beweidet.



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Biberspuren auf der Feuchtwiese Diera-Zehren
Kirschen auf der Feuchtwiese Diera-Zehren
Feuchtwiese Diera-Zehren
Streuobstbestand an der Feuchtwiese Diera-Zehren
Kopfbaum auf der Feuchwiese Diera-Zehren
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