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25.01.2018
Pressemitteilungen

Das Verbundprojekt „ArKoNaVera“ wurde im Rahmen des Wettbewerbs der UN-Dekade Biologische Vielfalt mit dem Titel „Muschelschutz 2.0 – Herausforderungen beim Erhalt natürlicher Wasserfilter“ eingereicht und durch die Fachjury für die Auszeichnung ausgewählt.


Zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren Großmuscheln in den Gewässern Deutschlands noch in hohen Dichten vertreten. Seit mehreren Jahrzehnten verzeichnen sie jedoch dramatische Einbrüche ihrer Populationsgrößen. Großmuscheln gelten somit als stark gefährdet und unmittelbar vom Aussterben bedroht. Das seit Mitte 2015 laufende Bundesprojekt „ArKoNaVera“ setzt sich dafür ein, zwei bedrohte Großmuschelarten, die Flussperlmuschel und die Malermuschel, als nationale Verantwortungsarten zu erhalten. Die nachhaltige Sicherung der Populationen in den Projektgebieten Sachsen und Niederbayern soll unter anderem durch die Umsetzung Habitat verbessernder Maßnahmen sowie durch eine Bestandsstützung und Wiederansiedlung (nach)gezüchteter Muscheln erreicht werden. Das Verbundprojekt aus Forschungs- und Umsetzungspartnern wird gemeinsam gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB). Das BMBF fördert dieses Projekt als Forschung für Nachhaltige Entwicklungen (FONA; www.fona.de). Die Koordination des Verbundprojektes obliegt der TU Dresden (Institut für Hydrobiologie).


Im Rahmen der Auszeichnungsveranstaltung am 23. Januar 2018 bestand die Möglichkeit etwas über das Projekt „ArKoNaVera“ und bisherige Forschungstätigkeiten zu erfahren und mit den Projektpartnern persönlich zu sprechen. Außerdem wurde eine Ausstellung zur Ökologie und zum Schutz der Flussperlmuschel gezeigt. Das Perlmuttermuseum Adorf stellte mit Exponaten den Zusammenhang zwischen Flussperlmuschel, Perlenfischerei und Perlmutterverarbeitung dar und stellte das Vorhaben ErlebnisZentrumPerlmutter (EZP) vor.


Hintergrund: 

Die Vereinten Nationen haben die Jahre 2011 bis 2020 zur UN-Dekade für die biologische Vielfalt erklärt. Die Staatengemeinschaft ruft damit die Weltöffentlichkeit auf, sich für die biologische Vielfalt einzusetzen. Hintergrund ist ein kontinuierlicher Rückgang an Biodiversität in fast allen Ländern der Erde. Die Dekade soll die Bedeutung der Biodiversität für unser Leben bewusst machen und zum aktiven Handeln anstoßen.

Die deutsche UN-Dekade Biologische Vielfalt startete am 8. November 2011. Sie wird im Auftrag von und in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesumweltministerium und dem Bundesamt für Naturschutz von der Geschäftsstelle der UN-Dekade umgesetzt. Zentrales Instrument der deutschen UN-Dekade-Aktivitäten ist der UN-Dekade Wettbewerb. Jede Woche wird ein Projekt ausgezeichnet, das sich in besonderer Weise für die Erhaltung, Nutzung oder Vermittlung der biologischen Vielfalt einsetzt.


Kontakt:

Technische Universität Dresden 

Dr. Jana Schneider

Jana.Schneider2@tu-dresden.de

Tel.: 0351 46332 329

zur Internetseite hier


Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt:

Andrea Gößl

Pressesprecherin

Andrea.Goessl@lanu.sachsen.de

Tel.: 0351 81416 757


Dorit Reppe

Projektmitarbeiterin ArKoNaVera

Dorit.Reppe@lanu.sachsen.de 

Tel.: 0351 81416 610 


Vollständiger Projekttitel (ArKoNaVera): „Umsetzung regionaler Schutzmaßnahmen und Entwicklung eines neuen überregionalen Artenschutzkonzeptes für die nationalen Verantwortungsarten: Flussperlmuschel (Margaritifera margaritifera) und Malermuschel (Unio pictorum)“

zur Internetseite Verbundprojekt ArKoNaVera

zum Projektsteckbrief – Der Projektträger informiert

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