Die Zwickauer Mulde als Klassenzimmer: Rückblick auf den Tag der Flüsse

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Umweltminister Georg-Ludwig von Breitenbuch beugt sich über ein Aquarium und lässt sich die heimische Fischpopulation zeigen

Raus aus dem Klassenzimmer, direkt ans Wasser: Am 1. Oktober 2026 erkundeten Jugendliche der Evangelischen Oberschule Lunzenau und des Freien Gymnasiums Penig mit ihren Lehrkräften im Schlosspark Wechselburg die Mulde. Wie lässt sich die Wasserqualität eines Flusses untersuchen? Welche Fische leben in der Mulde? Was verraten kleine Wasserlebewesen über ihren Lebensraum? Und was gehört zum praktischen Hochwasserschutz? An sieben Stationen konnten sie beobachten, experimentieren und gemeinsam Aufgaben lösen. Dabei verband der fächerübergreifende Projekttag Wissen über das Ökosystem Fluss mit praktischen Erfahrungen direkt am Wasser.

Dem Leben im Fluss auf der Spur

Nach der Begrüßung durch LaNU-Stiftungsdirektor Robert Clemen und Umweltminister Georg-Ludwig von Breitenbuch – der selbst kurzzeitig in die Schülerrolle wechselte – erkundeten die Jugendlichen die Mitmachstationen. Sie berechneten Wasserstände und Durchflüsse, testeten ihr Wissen bei einem Umweltquiz und gingen neuen Wasserschadstoffen auf den Grund. Dabei erfuhren sie auch, wie Stoffe aus unserem Alltag in Gewässer gelangen und weshalb es wichtig ist, ihren Eintrag zu verringern. Die Umweltmobile der LaNU boten Gelegenheit, genauer hinzusehen und das Leben im Wasser zu erforschen.

Gemeinsam anpacken für den Gewässerschutz

Beim Sandsackfüllen im Wettbewerb waren Tempo, Teamgeist und Muskelkraft gefragt. Die Jugendlichen lernten eine praktische Maßnahme des Hochwasserschutzes kennen und erlebten, wie wichtig die Zusammenarbeit dabei ist.

Auch am Ufer wurde angepackt: Unter fachlicher Anleitung halfen die Schülerinnen und Schüler, den Japanischen Staudenknöterich zu entfernen. Die invasive Pflanze hat sich entlang der Zwickauer Mulde ausgebreitet und verdrängt die heimische Ufervegetation. Die Aktion mit Regiocrowd machte deutlich, dass zum Schutz eines Flusses auch der Blick auf seine Ufer gehört.

Ein Aktionstag, viele Perspektiven

Organisiert wurde der Projekttag vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt, der Landestalsperrenverwaltung, dem Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie sowie der Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft.

Unser herzlicher Dank gilt allen Beteiligten, die ihr Wissen geteilt, Fragen beantwortet und die Jugendlichen zum Mitmachen eingeladen haben. Ebenso danken wir den Schülerinnen und Schülern und ihren Lehrkräften für ihr großes Interesse und ihren Einsatz.

Der Internationale Tag der Flüsse macht jedes Jahr auf den Wert und die Schutzbedürftigkeit unserer Fließgewässer aufmerksam. In Wechselburg wurde dieses Anliegen ganz konkret: durch das genaue Hinschauen, das gemeinsame Lernen und das eigene Handeln.

Auch im kommenden Jahr soll ein Fluss in Sachsen wieder zum Lernort werden. Riesa haben wir dafür bereits im Blick. Weitere Informationen folgen – interessierte Schulen können sich schon jetzt bei der LaNU melden.

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