Ein ausgezeichneter Tag für die Ehrenamtlichen im Naturschutzdienst in Sachsen
Der 27. Juni 2026 war in vielerlei Hinsicht ein ungewöhnlicher Tag. Der Deutsche Wetterdienst hatte Warnungen vor extremer Hitze bis 40°C herausgegeben. Das bedeutete für die Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU) Planänderungen. Die interessanten Exkursionen am Vormittag zum NSG Alte See – Ruhmberg und NSG Kohlbachtal mussten leider abgesagt werden. Nur die Exkursion in den Geopark Porphyrland fand in kleinerem Rahmen statt.
Dennoch fanden viele der eingeladenen Ehrenamtlichen im Naturschutz den Weg zum Rittergut Kössern. Dort begrüßten Stiftungsdirektor Robert Clemen und Carsten Enders, Abt. Naturschutz und Boden des Ministeriums für Umwelt und Landwirtschaft, die Teilnehmenden zum geplanten Nachmittagsprogramm.
Überdurchschnittliches Engagement im Ehrenamt
Carsten Enders zeichnete in Vertretung für Minister Georg Ludwig von Breitenbuch acht Ehrenamtliche – zwei weitere Ausgezeichnete konnten bedauerlicherweise nicht vor Ort sein – für ihr besonderes Engagement im Naturschutz aus und würdigte ihre Arbeit.
Impulse, Vorträge und Gespräche
Den Leitvortrag hielt Florian Grübler von der Stiftung Naturschutz Brandenburg. Er referierte anhand praktischer Beispiele über „Naturschutzprojekte im Schulterschluss mit den Akteuren“ – als Beispiel für positive Zusammenarbeit mit Landwirten. Jochen Bellebaum, aktiv in der Sächsische Vogelschutzwarte, sprach zum Thema „Keine Zukunft auf dem Acker? Vögel der Agrarlandschaft in Sachsen“. Maik Jessat von der Naturforschenden Gesellschaft Altenburger Land und Direktor des Naturkundemuseums Mauritianum Altenburg sprach über die „Beweidung von Offenlandflächen und der Einfluss auf die Insektenvielfalt“. Ulrich Zöphel vom LfULG hielt einen Vortrag über das RELynx-Projekt zur Wiederansiedlung des Luchses in Sachsen. Zuletzt brachte Marco Roßner, Hochfreguent Leipzig, neue Erkenntnisse zu Vorkommen und Bestandsentwicklung ausgewählter Fledermausarten im Lösshügelland. Alle Vorträge fanden hohes Interesse und vor allem regen Austausch im Gespräch. Auch Gesine Sommer, Leiterin der Stabsstelle des Landrates Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung, bedankte sich für das große Interesse und würdigte das Engagement aller Anwesenden. Tomas Brückmann beendete das Jahrestreffen mit einer Vogelstimmenwanderung ins Muldetal bei Kössern.
Dank
Die Landestiftung Natur und Umwelt (LaNU) freut sich sehr über das bisher erhaltene positive Feedback zu der Veranstaltung, gratuliert herzlich den Ausgezeichneten und bedankt sich ausdrücklich bei allen für ihren unermüdlichen Einsatz im Naturschutz.