Die wunderbare Welt der Laufkäfer

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Bild eines Waldsandlaufkäfers

Am kommenden Wochenende treffen sich Expertinnen und Experten sowie interessierte Laien aus Deutschland und Österreich zu einer gemeinsamen Reise in eine unbekannte Welt: Die Faszination der Laufkäfer. Die Tagung der Gesellschaft für Angewandte Laufkäferkunde (Carabidologie) (GAC) in Dresden zeigt, wie eindrucksvoll, vielseitig und ökologisch bedeutsam Laufkäfer sind. Sie fungieren als optimal geeignete Bioindikatoren. Mit ihnen können Umweltveränderungen gut sichtbar gemacht werden.

Auf dem Treffen in der Elbestadt wird Grundlagenforschung mit Fragen des Naturschutzes, der Biodiversitätsbewertung und der Landschaftsplanung verbunden. Ebenso nehmen Themen wie Klimawandel, Landnutzungswandel, Lebensraumverlust und Landwirtschaft einen wichtigen Platz ein. Diese werden in Vorträgen wie auch in Präsentationen von Postern dargeboten. Die Tagung ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der GAC und der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU).

Das Vortragsprogramm reißt eine Palette aktueller Forschungsthemen an. So wird aufgezeigt, wie Laufkäfer auf Veränderungen in Flussauen reagieren. Ebenso erfolgen Diskussionen zum Einfluss landwirtschaftlicher Flächenbewirtschaftung auf die Größe ihrer Populationen. Dabei spielt die Bedeutung von Hecken, Blühstreifen oder Totholz als Lebensräume eine wichtige Rolle. Besonders relevant sind die Beiträge zur Biodiversität in Agrarlandschaften.

Das Symposium wird vom Dresdner Laufkäferspezialist und Tagungsorganisator Jörg Gebert mit einem Vortrag über Sandlaufkäfer der Welt (Tiger Beetles) eröffnet. Diese rasanten und farbenprächtigen Jäger zählen zu den spektakulärsten Vertretern der Käfer.

Bereits am Freitag startet das Treffen mit einem Besuch der bedeutenden Käfersammlung der Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen. Sie steht auch für interessierte Laien offen.

Hintergrundinfo      

Laufkäfer (Carabidae) sind eine artenreiche Familie meist räuberisch lebender Käfer. Sie gelten als wichtige Nützlinge in Gärten und Agrarökosystemen. Die Tiere leben  überwiegend nachtaktiv und besitzen lange Laufbeine zur schnellen Fortbewegung. Sie ernähren sich von Wirbellosen wie Schnecken, Blattläusen, Regenwürmern und Larven anderer Insekten. In Mitteleuropa zählen wir 1.107 Arten. Laufkäfer besiedeln mit Ausnahme der Zonen ewigen Eises alle terrestrischen und semiaquatischen Lebensräume der Welt bis hinein in urbane Bereiche.

Die Laufkäferkunde (Carabidologie) beschäftigt sich mit Laufkäfern (Carabidae) – der artenreichen und ökologisch bedeutenden Insektengruppe.

Gesellschaft für Angewandte Carabidologie e. V. (GAC)

c/o Jörg Gebert

Tel. : +49(0)351 88 935 881

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