Klimawandel bei uns angekommen:  Der Bachforelle fehlt jetzt Sauerstoff zum Atmen  

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Im Haarbach finden sich noch geeignete Lebensbedingungen.- Hier lebt die Bachforelle.e

Die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU) lädt gemeinsam mit ihren Projektpartnern am 25. August 2026 zur Auftaktveranstaltung des deutsch-tschechischen Interreg-Projekts OREaqua in die Naturschutzstation Riedelhof bei Markneukirchen ein. Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Behörden, Naturschutz, Fischerei, Gewässerunterhaltung und sowie alle Interessierten an aquatischen Lebensräumen sind herzlich willkommen.

Mit der Veranstaltung startet ein auf drei Jahre angelegtes Forschungsprojekt. Es widmet sich dem Schutz der Fließgewässer im Erzgebirge. Im Mittelpunkt stehen die Fischgemeinschaften und deren Parasiten. Diese sind vorzügliche Indikatoren für den ökologischen Zustand der Gewässer sowie für die Auswirkungen des Klimawandels.

Getragen wird das Vorhaben gemeinsam vom Biologischen Zentrum der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik, der Südböhmischen Universität České Budějovice, der Technischen Universität Dresden und der LaNU.

Bei der Auftaktveranstaltung erhalten die Teilnehmenden einen Einblick in Ziele und Arbeitsschwerpunkte des Projekts. Vorgestellt werden die geplanten Untersuchungen an 80 Gewässerstandorten im deutsch-tschechischen Grenzraum sowie die wissenschaftlichen Methoden. Diese reichen von der Erfassung der Fischbestände über genetische und parasitologische Untersuchungen bis hin zum Einsatz von Umwelt-DNA. Ergänzend werden aktuelle Forschungsergebnisse zur Bachforelle, moderne Methoden des Fischmonitorings sowie Ansätze zur Aufwertung der Gewässergüte vorgestellt.

Im Nachmittagsprogramm bietet die Veranstaltung zudem eine Exkursion an: Auf Anmeldung kann die Flussperlmuschelstation der LaNU besichtigt werden.

Hintergrundinfo

Innerhalb des Vorhabens wird auch erforscht, wie stark der Erreger der proliferativen Nierenkrankheit (PKD) die Bachforellenbestände im Erzgebirge bereits betrifft. Deren Symptome können bis zum Tod bei den befallenen Fischen führen. Sie treten erst auf, wenn die Wassertemperaturen im Gewässer für mehrere Wochen am Stück über fünfzehn Grad Celsius liegen. Bedingungen, die im Zuge des Klimawandels aber zunehmend häufiger vorkommen werden. Sie erschweren das Überleben der Bachforelle, als kälteliebende Art. Bei Niedrigwasser und einem verminderten Sauerstoffgehalt des warmen Wassers wird es auch Abwanderung der Tiere flussauf- wie auch -abwärtskommen.

Anmeldung zu der Veranstaltung sind noch bis 20. August 2026 möglich unter:

https://www.lanu.de/veranstaltung/auftaktveranstaltung-zum-interreg-projekt-oreaqua/2026-08-25/eid/Mjk4NA==

Das Projekt OREaqua wird aus Mitteln der Europäischen Union im Rahmen des Kooperationsprogramms Interreg Sachsen–Tschechien 2021–2027 gefördert.“

 

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