Projektbeginn OreAqua
In den kommenden drei Jahren sollen Fließgewässern auf tschechischer und sächsischer Seite des Erzgebirges umfassend untersucht werden. Ziel eines neuen deutsch-tschechischen Verbundprojekts ist es, den Zustand der Fischbestände und deren Parasiten zu erfassen. Damit sollen die Auswirkungen des Klimawandels besser verstanden und Grundlagen für den langfristigen Schutz naturnaher Gewässerökosysteme geschaffen werden.
Das Vorhaben wird im Rahmen des Programms Interreg Tschechien–Sachsen gefördert. Die Umsetzung erfolgt gemeinsam von Fachleuten des Biologischen Zentrums der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik, der Südböhmischen Universität in České Budějovice, der Technischen Universität Dresden sowie der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU).
Im Mittelpunkt des Projekts steht die Untersuchung von Fischgemeinschaften an insgesamt 80 Standorten in Fließgewässern des Erzgebirges. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler knüpfen dabei an erfolgreiche Forschungsarbeiten an einer Population der Bachforelle im Böhmerwald (Tschechische Republik) an und erweitern diese damit auf die gesamten grenzüberschreitenden Gewässerregionen.
Neben der wissenschaftlichen Forschung legt das Projekt besonderen Wert auf den Austausch zwischen Wissenschaft, Gewässerbewirtschaftung, Naturschutz und Öffentlichkeit. So sind Fachworkshops, Exkursionen und weitere Informationsveranstaltungen geplant. Darüber hinaus sollen gemeinsam mit den für die Gewässerunterhaltung verantwortlichen Akteuren konkrete Maßnahmen zur Verbesserung von Uferstrukturen und Flussbetten entwickelt und umgesetzt werden.
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