Poetikvorlesung mit Thomas Rosenlöcher

Zum gemeinsamen Jahresprogramm der Sächsischen Akademie der Künste und der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt Die Elemente 2004. Natur Kunst Umwelt gehören vier Poetikvorlesungen sächsischer Dichter zum Thema Natur und Literatur. Die Reihe wird geleitet von Richard Pietraß, Sekretär der Klasse Literatur und Sprachpflege der Sächsischen Akademie der Künste.
Die dritte der vier Vorlesungen hält Thomas Rosenlöcher, sie hat den Titel Herbstkräftig die gedämpfte Welt* und widmet sich dem Naturbild bei Eduard Mörike.
Sie findet statt am Donnerstag, 11. November 2004, 20 Uhr, im Festsaal des Blockhauses Dresden, Neustädter Markt 19. Einführung und Moderation: Róa Domacyna.
Eintritt frei.
Bisherige Vorlesungen
Donnerstag, 30. September: Wulf Kirsten, Erdlebenbilder. Versuch einer Abgrenzung gegen das pure Naturgedicht
Einführung und Moderation: Richard Pietraß
Donnerstag, 21. Oktober: Volker Braun, Goethe und Kafka in der Natur
Einführung und Moderation: Prof. Bernd Leistner
Folgende Vorlesung
Dienstag, 7. Dezember: Richard Pietraß, Die verwundete Riesin. Bedrohte Natur im deutschsprachigen Gedicht des 20. Jahrhunderts
Einführung und Moderation: Peter Gosse
Alle vier Veranstaltungen finden im Festsaal des Blockhauses Dresden, Neustädter Markt 19, statt.
Biografisches
Thomas Rosenlöcher: Geboren am 29. Juli 1947 in Dresden. Lehre als Handelskaufmann, 1970 Abitur an der ABF Freiberg, 197074 Studium der Betriebswirtschaft an der Technischen Universität Dresden, danach Arbeitsökonom. 1976-79 Studium am Literaturinstitut Leipzig. Mitarbeit am Kindertheater in Dresden. Seit 1983 freischaffend. Zahlreiche Literaturpreise, darunter Georg-Maurer-Preis Leipzig, F.-C.-Weiskopf-Preis der Akademie der Künste Berlin-Brandenburg, Dresdner Kunstpreis, Wilhelm-Müller-Preis des Landes Sachsen-Anhalt. Lebt in Beerwalde bei Dresden. 2005 wird Thomas Rosenlöcher drei Monate lang Stipendiat der Villa Massimo in Rom sein.
Publikationen: Ich lag im Garten von Kleinzschachwitz. Gedichte & zwei Notate. Halle und Leipzig 1982; Schneebier. Gedichte. Halle und Salzburg 1988/89; Die verkauften Pflastersteine. Dresdener Tagebuch. Frankfurt/M. 1990; Die Wiederentdeckung des Gehens beim Wandern. Harzreise. Essay. Frankfurt/M. 1991; Die Dresdner Kunstausübung. Gedichte. Frankfurt/M. 1996; Ostgezeter. Beiträge zur Schimpfkultur. Frankfurt/M. 1997; Ich sitze in Sachsen und schau in den Schnee. Frankfurt/M. 1998; Am Wegrand steht Apollo. Gedichte. Frankfurt/M. 2001; Liebst du mich ich liebe dich. Geschichten zum Vorlesen. Frankfurt/M. 2002; vor 1989 außerdem Nachdichtungen, Bilderbücher, Hörspiele und Stücke für Kinder.
Róa Domacyna: Geboren am 11. August 1951 in Zerna (Sernjany) bei Kamenz. 195868 Sorbische polytechnische Oberschule in Ralbitz (bei Kamenz), Ausbildung zur Wirtschaftskauffrau, 197984 Studium der Ingenieurökonomie des Bergbaus in Senftenberg, Arbeit als Ingenieur-Ökonom des Bergbaus unter anderem im Braunkohlewerk Knappenrode. 198588/89 Studium am Literaturinstitut in Leipzig. Seither freischaffend. Schreibt in deutscher und sorbischer Sprache. Förderpreis zum Mörikepreis der Stadt Fellbach, Förderpreis zum Ciinskipreis der Stiftung für das sorbische Volk, Anna-Seghers-Preis, Literaturpreis des Exil-P.E.N. Mitglied des deutschen P.E.N. und des Internationalen P.E.N.-Zentrums deutschsprachiger Länder. Lebt in Bautzen.
Publikationen: Wróco ja dopredka du. Lyrik, 1990; Zaungucker. Lyrik und lyrische Prosa. Berlin 1991; Pre wse ptoty. Lyrik und lyrische Prosa, 1994; zwischen gangbein und springbein. Lyrik-Grafikband mit Angela Hampel und Gudrun Trendafilov, Selbstverlag 1994; zwischen gangbein und springbein. Lyrik und lyrische Prosa. Berlin 1995; Die Ballonrakete (Balonraketa). Theaterstück für Kinder, Uraufführung 1994 Bautzen; Doma. Text-Fotoband in deutsch und sorbisch, 1995; Der Hase im Ärmel. Märchen aus Spreewald und Lausitz. Deutsch erzählt von Róa Domacyna. Berlin 1997; selbstredend selbstzweit selbstdritt. Gedichte. Berlin 1998; Kunstgriff am Netzwerg. Ottensheim 1999; Pobate bobate. Bautzen 1999; Serbska poezija 46. Bautzen 2001. Nachdichtungen: Ins Deutsche (aus dem Obersorbischen): Jurij Cheka Zelene Zet Das grüne Gej. Ottensheim 1998, weiterhin in Anthologien einzelne Gedichte zeitgenössischer Lyriker ins Deutsche aus dem Polnischen, ins Obersorbische aus dem Polnischen, Slowakischen, Slowenischen und Russischen. Herausgaben unter anderem: Literaturalmanach Wuhladko mit Nachdichtungen und Übersetzungen zeitgenössischer Literatur aus Fremdsprachen ins Sorbische, Kritiken und Beiträge in Anthologien, Zeitschriften und Zeitungen.
Die Elemente 2004 im Internet: www.lanu.de; www.sadk.de
Ansprechpartner: Gundula Sell, Tel. 0351/81416-765
* Dies ist der endgültige Titel der Vorlesung! Bitte statt früher mitgeteilter Versionen verwenden!