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Streuobstwiese Waltersdorf im Projekt Erhalt alter Obstsorten
Ein zukünftiger Bildungsstandort zum Erhalt alter Obstsorten in Waltersdorf

Foto: Mario Willecke


Bildung zum Erhalt sächsischer und polnischer Obstsorten in der Grenzregion

Aktuelles

Im Rahmen des Projektes erarbeiten wir u. a. einen Bildungskatalog, der über Fortbildungskurse für die interessierte Fachöffentlichkeit (zu allen Fragen der Streuobstwiesen-Bewirtschaftung) und für die breite Öffentlichkeit (zur Bewusstseinsbildung für die Bedeutung des Biotops Streuobst) in der Region informiert. 

Sie bieten Bildungsangebote im Bereich Obst/Streuobst an? Dann kontaktieren Sie uns bitte. Alle Informationen finden Sie unter Arbeitspaket 3 und unter Downloads.


Termine

Kurs Erziehungsschnitt an Obstgehölzen, Streuobstwiese Kreba-Neudorf: 14. März 2020

Kurs Obstbaumschnitt, Begegnungsstätte St. Marienthal: 21. März 2020

Kurs Futter für Insekten, Anlage von Trachtbeeten und Pflanzung von Beerensträuchern, Streuobstwiese Kreba-Neudorf: 27. März 2020

Kurs Veredlung von Obstbäumen, Begegnungsstätte St. Marienthal: 28. März 2020

Entdeckungsreise Insekten auf der Streuobstwiese, Streuobstwiese Kreba-Neudorf: 20. Juni 2020

Kurs Wiesenpflege mit der Sense, Streuobstwiese Kreba-Neudorf: 27. Juni 2020

Vortrag Erhaltung obstgenetischer Ressourcen, Haus der Tausend Teiche, 5. August 2020 

Mitteleuropäische Pomologentage: 18.-19. September 2020 im Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau

Streuobstwiesenfest mit Sortenbestimmung und "Biotop zum Vernaschen", Streuobstwiese Kreba-Neudorf: 4. Oktober 2020

Obst- und Winzerfest: 18. Oktober 2020 im IBZ St. Marienthal in Ostritz

Projektsteckbrief

Projektnummer: PLSN.03.01.00-DE-0113/18

Projekttitel: Bildung zum Erhalt alter sächsischer und polnischer Obstsorten in der Grenzregion

Projektlaufzeit: 1.6.2019 – 31.5.2021

Projektbeschreibung

Allgemeines Ziel des Projektes ist die Verknüpfung und Erweiterung des gemeinsamen deutsch-polnischen Bildungsangebotes zu Schutz, Erhalt, Pflege und nachhaltiger Nutzung von Streuobstbeständen. Die gemeinsame Bildungsinfrastruktur zu historischen Obstsorten soll erweitert und für polnische und deutsche Interessierte nutzbar gemacht werden. Im Rahmen des Projektes werden Streuobst-Sortenwiesen zur Sammlung alter, regionaler Sorten aufgebaut bzw. erweitert und bestehende Streuobstmodellflächen zu Bildungsstandorten aufgewertet, mit langfristigem Schutz-, Nutzungs- und Bildungskonzept. Es wird ein umfassendes Weiterbildungsangebot zu allen Fragen des Schutzes, des Erhalts, der Pflege und der Nutzung von Streuobstflächen für alle Zielgruppen im Fördergebiet erarbeitet. Gleichzeitig soll die Vernetzung von Akteuren im Bereich der Streuobstwiesenbewirtschaftung intensiviert werden.


Arbeitspaket1: 

Recherche historischer Sorten und Anlage von Sortenwiesen als in situ Genbanken und Freilandmuseen

Das Arbeitspaket 1 dient der Recherche historischer Sorten und Streuobstbestände im Fördergebiet, deren Erhaltungszustand, Sortenvielfalt und den damit verbundenen Legenden und Anekdoten. Zudem soll der Fortbildungsbedarf der Bürger zu Erhalt, Pflege und Nutzung von Streuobst im Fördergebiet erhoben werden.

Es ist eine zweisprachige Studie zum Vorkommen von Streuobstbeständen geplant, in der der Erhaltungszustand und die Sortenvielfalt im Fördergebiet dargestellt werden sollen. Diese Studie bildet die Grundlage für die Erstellung eines gemeinsamen Maßnahmenkatalogs zum Schutz, Erhalt, Vermehrung, Pflege und nachhaltiger Nutzung der Bestände durch Bildung. 

Die gemeinsame Bildungsinfrastruktur wird im Rahmen des Projektes erweitert: es werden zwei bestehende Sortenwiesen ergänzt  (in Deutschland in Ostritz bei der Oberlausitzstiftung und in Polen in Świederadów) und als zweisprachige Freilandmuseen aufbereitet. Eine Aufbereitung der Sortenwiesen als Museen erfolgt durch mehrsprachige Beschilderung, aber auch durch mobile Apps und an den Bäumen angebrachte QR-Codes, die über Streuobstwiesen allgemein und die darauf vorhandenen Sorten informieren. Diese Sortenwiesen sollen auch der späteren Reiserabgabe für Interessierte dienen. Sechs weitere Streuobstwiesen (je drei in jedem Land) dienen als ständiger Bildungsort für Schulklassen, Jugendliche und interessierte Bürger in Wohnortnähe und demonstrieren langfristige Nutzungskonzepte, über die Dauer des Projektes hinaus. 


Arbeitspaket 2: 

Etablierung von Modell-Streuobstwiesen als Bildungsorte und zur Demonstration einer nachhaltigen Bewirtschaftung

Im Rahmen des AP 2 sollen modellhaft innovative Erhaltungs- und Nutzungskonzepte für die 6 Streuobstwiesen demonstriert werden. Diese Modellflächen dienen während des Projektes und auch nach Projektende als Bildungsorte und sind Teil der gemeinsamen Bildungsinfrastruktur. Die Modellflächen sind so ausgewählt, dass eine möglichst gute Abdeckung der Förderregion mit Modellflächen möglich wird:

Standorte der Streuobstwiesen im Projektgebiet, die im Rahmen des Projektes zu Bildungsstandorten ausgebaut werden. Projektgebiet sind dabei die Landkreise Bautzen und Görlitz sowie auf polnischer Seite die Woiwodschaft Niederschlesien.

Es werden unterschiedliche Modelle an Trägerschaften einbezogen, um die Vielfalt an Möglichkeiten zur Absicherung einer dauerhaften Bewirtschaftung zu demonstrieren. Als Umsetzungspartner sind das Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft mit einer Wiese in Kreba-Neudorf,  der Verein Steinleicht in Nebelschütz, der Verein Kloster in Lubomierz, der Verein Razem Więcej in Grudza und private Streuobstwiesenbesitzer in Waltersdorf und Tarczyn beteiligt.


Arbeitspaket 3: Konzeption und Durchführung von grenzübergreifenden Aus- und Weiterbildungskursen zur Sicherung von Fachkräften und Nachwuchsfachkräften im Bereich Obstbau

Das dritte Arbeitspaket dient der Konzeption eines gemeinsamen Weiterbildungsangebotes und der Durchführung von Fortbildungskursen für die interessierte Fachöffentlichkeit (Streuobstwiesenbewirtschafter) zu allen Fragen der Streuobstwiesenbewirtschaftung und für die breite Öffentlichkeit zur Bewusstseinsbildung für die Bedeutung des Biotops Streuobst.

In Sachsen finden bereits regelmäßig Weiterbildungskurse zu Fragen des Erhalts und der Pflege und Nutzung von Streuobstbeständen statt. Diese Angebote werden im Fördergebiet intensiviert und grenzübergreifend ausgebaut. Durch eine Verbesserung der Vernetzung von relevanten Akteuren und Streuobst-Interessenten ist ein grenzübergreifender Austausch und lebenslanges Lernen voneinander möglich. 

Tabelle 1: Geplante Bildungsmodule

Für Streuobstwiesenhalter:

Veredlung von Obstgehölzen

halbtägig


Anlage und Pflege von Obstbeständen

ganztägig


Biologischer Pflanzenschutz und Sanierung von Altbeständen

ganztägig


Obstbaumschnitt

ganztägig


Bestimmungskurse


Für die breite Öffentlichkeit:

Genießertag unterm Obstbaum

halbtägig


Frühlingsspaziergang

halbtägig


Tabelle 1 zeigt eine Übersicht über die geplanten Bildungsmodule. Jeder Kurs wird voraussichtlich an den sechs Modellflächen und den zwei Sortenwiesen im Rahmen des Projektes zweimal angeboten.

Arbeitspaket 4: Grenzübergreifende Vernetzung von Fachkräften und interessierter Öffentlichkeit im Bereich Streuobstwiesen für lebenslanges Lernen

Das vierte Arbeitspaket dient der Vernetzung von Akteuren und der Bewusstseinsbildung der breiten Öffentlichkeit. Öffentlichkeitswirksame, grenzübergreifende und regionale Dialogveranstaltungen sollen helfen, Bürgerinnen und Bürger und insbesondere Entscheidungsträger auf den Schutz und die nachhaltige Nutzung von Streuobstwiesen aufmerksam zu machen und rechtzeitig für eine Fortführung der Aktivitäten und die Verbreitung der Modelle werben. Der Aufbau eines Netzwerkes Sortenerhalt, bestehend aus Pomologen, Inhabern/Betreibern von Sortenwiesen, Streuobstwiesen und Baumschulen, soll die Arbeit auch über das Projektende hinaus absichern helfen.


Der Arbeitskreis zur Erstellung der Studie zu alten Sorten und Streuobstbeständen im Fördergebiet, der Arbeitskreis zur Entwicklung des Weiterbildungsangebots und Arbeitskreise aus dem bis Januar 2020 laufenden deutsch-tschechischen Projekt sollen zu einem Netzwerk Sortenerhalt zusammengeführt werden. In drei Sitzungen bespricht das Netzwerk seine Arbeitsweise und diskutiert zu ausgewählten Fragestellungen des Sortenerhalts und der Verbesserung der Streuobstbestände (jeweils im Januar 2020, Herbst 2020 und Januar 2021, im Zusammenhang mit den Fachtagungen).

Projektfinanzierung

Das Projekt „Bildung zum Erhalt alter sächsischer und polnischer Obstsorten in der Grenzregion“ wird durch das Kooperationsprogramm INTERREG Polen – Sachsen 2014-2020 gefördert.

Projektpartner

Projektpartner sind die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU) und der Verein Isergebirge (Stowarzyszenie Lokalna Grupa Działania- Partnerstwo Izerskie).

Dr. Silke Lesemann

Riesaer Straße 7
01129 Dresden

+49 (0)351 - 81 41 6617
E-Mail-Kontakt

Katrin Schubert

Riesaer Straße 7
01129 Dresden

+49 (0)351 - 81 41 6617
E-Mail-Kontakt

Downloads

Anfrage Bildungsangebote

PDF (236.6KB)

Anschreiben zur Recherche Bildungsangebote im Bereich Obst/Streuobst

Mein_Bildungsangebot_Details_Erhebungsbogen

PDF (47.4KB)

Erhebungsbogen für Bildungsangebote Obst/Streuobst

Persönliche Daten_Erhebungsbogen

PDF (59.6KB)

Erhebungsbogen für Referenten im Bereich Obst/Streuobst