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Gestaltung der Bergbaufolgelandschaft in Zeißholz

Der ehemalige Tagebau, der dem Altbergbau zuzuordnen ist, liegt in der Naturregion Sächsisch-Niederlausitzer Heideland. Im Auftrag der LaNU-Naturschutzfonds erarbeitete ein Ingenieurbüro für Landschafts- und Objektplanung die Neugestaltung eines durch Fremdablagerungen vermüllten Teilgebietes.

Die neue naturnahe Landschaftsgestaltung wurde im Jahr 2012 in Zusammenarbeit mit der benachbarten Grauwacke GmbH vollendet. Lesesteinhaufen, ein Felsbiotop aus Grauwacke und Tümpel bieten der Tierwelt optimale Lebensbedingungen. Über das neu angelegte Wegenetz ist das Gebiet als Naturbeobachtungsort gut zu erreichen.

Als Trittstein ins benachbarte Dubringer Moor und zur Erhaltung wieder eingewanderter Offenlandarten wurde eine Waldlichtung geschaffen, die von der NABU Ortsgruppe Wittichenau gepflegt wird. Eine weitere Offenlandfläche wird von Schafen naturnah beweidet.

Die naturschutzfachliche Bedeutung besteht in der Komplexität der vorhandenen Biotoptypen.

So sind ein sumpfiger Sukzessionswald, ein Hochstaudenflur, ein feuchter Laubwald und ein Grubenrestloch vorhanden. Bei dem Sukzessionswald handelte es sich um ehemaliges Bergbaugelände, das mittlerweile von Birken bedeckt ist. Auf freien Flächen kommen Wasserdost und Schilf vor. Der Laubwald besteht vor allem aus Schwarzerlen und Eschen. Auf freien Flächen wachsen Feuchtigkeit anzeigende Pflanzen, wie beispielsweise Guter Heinrich und Sedum. Die mit Wasser gefüllten Restlöcher besiedeln Scheidiges Wollgras, Torfmoose, Sumpfporst und Seerosen.

Mit dem Erwerb sicherte der Naturschutzfonds der LaNU den langfristigen Erhalt der Fläche im Sinne des Naturschutzes.

 

 

Sophie Löbel

Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt
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